Baden

Nervenkitzel mit Happy End: Die Städtli-Handballer nehmen den Schwung aus dem Cup mit

Die Badener Handballer um Pascal Bühler nahmen den Schwung aus dem Sieg gegen Endingen mit.

Die Badener Handballer um Pascal Bühler nahmen den Schwung aus dem Sieg gegen Endingen mit.

Die Nationalliga-B-Handballer des STV Baden gewannen, nach dem Heimseig den Surbtaler Lokalrivalen, auswärts bei den Kadetten Espoirs.

Nach dem emotionalen Cupsieg vor stimmungsvoller Kulisse in der Aue gegen den Lokalrivalen aus Endingen stand diesen Sonntag wieder ein Auswärtsspiel mit komplett anderen Vorzeichen auf dem Programm.

Die Badener taten sich bei den bisherigen Begegnungen immer mit den Rahmenbedingungen schwer: Sei es wegen der ungewohnten sonntäglichen Anspielzeit oder der grossen Halle mit leider erneut ziemlich leeren Rängen. So konnten die Kadetten in den vergangenen Jahren auswärts erst einmal bezwungen werden, und dazu gab es einmal ein Remis.

Trainer Björn Navarin schien seine Mannschaft aber entsprechend gut auf diese delikate Aufgabe vorbereitet zu haben, legte Baden doch gleich mit einem furiosen Start vor: Schnell ausgeführte Angriffe mit schön herausgespielten erfolgreichen Abschlüssen und eine gut positionierte Abwehr mit zahlreichen Paraden des Keepers Marco Wyss führten zu einem verdienten vorzeitigen Vorsprung; 8:4 hiess es nach zehn Minuten aus Sicht der Badener.

Die sehr jungen, technisch teilweise hervorragenden Schaffhauser liessen sich davon allerdings kaum beeindrucken und schon gar nicht abschütteln. Immer wieder kamen die beiden Aussenspieler zu erfolgreichen Abschlüssen, und auch ihre Mitspieler auf den Rückraumpositionen warfen aus allen möglichen und unmöglichen Positionen.

Entsprechend hiess es zur Pause nur 15:13 für die Badener. Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Limmatstädter, sich entscheidend abzusetzen. Auf etliche schöne Einzeldurchbrüche von Malvin Patzack und kraftvollen Rückraumwürfen seines Nebenmannes Jonathan Knecht folgte jeweils eine prompte Antwort der Schaffhauser.

So hiess es nach drei Viertel der Spielzeit Unentschieden 21:21, und das Spiel drohte zuungunsten der Badener zu kippen.

Timeout zum richtigen Zeitpunkt

Nach einigen unnötigen Fehlern zuviel in der Abwehr und technischen Fehlern im Angriffsspiel hatte Trainer Navarin genug gesehen und nutzte sein Time-out, um sein Team auf die Schlussphase entsprechend einzustellen.

Beim Stand von 28:27 für die Gäste eine Minute vor Schluss hielt Keeper Wyss einen Abschluss von der Aussenposition und ermöglicht damit seinen Vorderleuten, den Sieg einfahren zu können.

Nach einem durch Spielmacher Pascal Bühler eingeleiteten Spielzug war es Philipp Wildi drei Sekunden vor Schluss vergönnt, zum viel umjubelten 29:27 einzunetzen.

Nach diesem wichtigen Sieg bleibt den Badenern eine Woche, um die Blessuren der vergangenen «englischen Woche» auszukurieren und sich optimal auf das Handballteam Chênois aus Genf vorzubereiten. (az)

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