Urnengang
Nach hitzigen Debatten das deutliche Ergebnis: In Wettingen bleibt der Steuerfuss bei 95 Prozent

Die Stimmberechtigten von Wettingen nehmen das Budget für das nächste Jahr mit über 87 Prozent an. Dem klaren Resultat gingen umkämpfte Debatten voraus.

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In Wettingen bleibt der Steuerfuss auch 2021 bei 95 Prozent.

In Wettingen bleibt der Steuerfuss auch 2021 bei 95 Prozent.

san

(bt) Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger folgten heute an der Urne der Empfehlung: 87,2 Prozent legten ein Ja ein. Die Stimmbeteiligung lag bei 30,7 Prozent.

So klar das Resultat ausgefallen ist: Vorausgegangen waren in der Bevölkerung und im Einwohnerrat hitzige Debatten. Über fünf Stunden dauerte vor einem Monat die Sitzung. Posten für Posten wurden damals durchgeackert. Schliesslich kam das Budget durch, so wie es der Gemeinderat wollte.

Die Finanzkommission stellte im November einen Antrag um eine Erhöhung auf 98 Prozent. «Während der Gemeinderat die Meinung der Bevölkerung im Budget höher gewichtet, geht die Finanzkommission von der finanzpolitischen Lage aus und die zeigt ganz klar: Es braucht schon im nächsten Jahr eine Steuerfusserhöhung», sagte François Chapuis (CVP), der Präsident der Kommission.

Am Ende stimmte die grosse Mehrheit aus dem linken Lager sowie vereinzelte CVP-Mitglieder für den Fiko-Antrag. Der Entscheid fiel äusserst knapp aus: 20 Mitglieder sagten Ja zur Erhöhung, 21 für einen gleichbleibenden Steuerfuss von 95 Prozent. Drei enthielten sich ihrer Stimme, zwei davon Mitglieder der Fiko.

Da der Entscheid so knapp ausfiel, stellte SP/Grüne einen Rückkommensantrag, um noch einmal über den Steuerfuss abstimmen zu können. SP-Einwohnerrat Heinrich Müller appellierte dabei an die Personen, die sich enthalten hatten: Sie sollen sich auch noch entscheiden. Der Antrag war aber chancenlos.