Seit 1897 wird auf dem Areal hinter dem Badener Bahnhof Bier gebraut; daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Abgesehen vom Malzsilo, dem Kesselhaus und dem Sudhaus, die als historisch bedeutend gelten und erhalten bleiben, wird sich das Gebiet, das ungefähr so gross ist wie ein Fussballplatz, jedoch fast komplett neu präsentieren.

Geplant sind fünf neue, mehrstöckige Bauten, darin untergebracht werden unter anderem 145 Wohnungen für 250 Menschen und diverse Gewerbeflächen. Durch einen Entscheid des Regierungsrates rückt das Projekt, das von der Braurei Müller und der Erbengemeinschaft Burger lanciert wurde, einen Schritt näher: Der Regierungsrat hat den Gestaltungsplan mit den Sondernutzungsvorschriften genehmigt, wie am Montag bekannt gegeben wurde. Die Einsprachen seien vom Tisch, ohne dass beim Gestaltungsplan Anpassungen gemacht werden mussten, sagt Müllerbräu-Geschäftsführer Felix Meier. Die nächste Hürde: Das Baubewilligungsverfahren. Die Bauherrschaft rechnet damit, erste Baugesuche im Herbst 2020 einreichen zu können.

Ausgelagert nach Lupfig werden künftig Logistik, Betrieb und Administration der Brauerei. Weiterhin bestehen bleiben wird auch der Biergarten; angrenzend daran entsteht eine Bierhalle, so dass auch im Winter Bierfeststimmung in Baden aufkommen kann.