Baden
Mit Bluthunden den Wilderern in der Republik Kongo auf der Spur

Für ihr Projekt «Congohounds» ist Marlene Zähner aus Widen mit der Trophée des femmes ausgezeichnet worden. Am Mittwoch ist sie mit zwei Rangern aus dem Virunga- Nationalpark in Baden zu Gast.

Roman HUber
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Marlene Zähner mit Ranger und Bloodhounds im Einsatz. zvg

Marlene Zähner mit Ranger und Bloodhounds im Einsatz. zvg

Anfang 2011 ist Marlene Zähner mit sechs Bloodhounds im Gepäck in den Osten der Demokratischen Republik Kongo gereist. Die Suchhund-Spezialistin wurde von Emmanuel de Merode, dem Direktor des Virunga Nationalparks, angefragt, ob sie ihm beim Aufbau einer Spezialtruppe zur Bekämpfung der Wilderei behilflich sein könnte.

Inzwischen hat die Tierärztin aus Widen, Geschäftsführerin der Stiftung Certodog, Kleindöttingen, mehrere Ranger und Hunde für diesen Einsatz ausgebildet.

Seither sind die Rangers mit ihren Bloodhounds immer wieder in ihrem Kampf gegen die Wilderer erfolgreich. Die Hoffnungen sind gross, dass mit dieser Hilfe die vom Aussterben bedrohten Wildtiere (auch die berühmten Berggorillas), deren Bestand in den vergangenen Jahrzehnten um 90 Prozent reduziert worden ist, gerettet werden können.

Dadurch soll der Virunga Nationalpark für das zentralafrikanische Land mittelfristig wieder touristisch genutzt und damit zur Lebensgrundlage für weite Teile der Bevölkerung werden.

Auf Unterstützung angewiesen

Das Projekt «Congohounds» ist finanziell nicht gesichert. «Weil uns sonst niemand unterstützt, sind wir auf Spendengelder angewiesen», so Zähner. Sie arbeitet ehrenamtlich für das Projekt, das ihr Lebenswerk ist. Die Umweltstiftung Fondation Yves Rocher Schweiz hat sie mit der Trophée de femmes ausgezeichnet.

In einem spannenden Vortrag mit eindrücklichen Filmsequenzen berichten Zähner und Christian Shamavu und Gracien Sivanza, zwei Park-Ranger der Congohounds-Truppe, von ihrem Einsatz. Dabei erfährt man auch, wie gefährlich der Einsatz in diesem krisengeschüttelten Gebiet sein kann.

«Congohounds»: Mittwoch, 8. Mai, 19.30 Uhr, Baden, im Amtshimmel, Rathausgasse 3. Der Eintritt ist frei, es wird ein Spendentopf aufgestellt.