Baden

McDonald’s feiert Neueröffnung: «Die letzten Tage waren einfach unglaublich»

Am Donnerstag hat das neue McDonald’s-Restaurant am Schlossbergplatz in Baden eröffnet – bevor die ersten Gäste bedient wurden, floss viel Schweiss.

Mittwochvormittag, vor dem Eingang des neuen McDonald’s am Schlossbergplatz: Es herrscht, gelinde gesagt, das pure Chaos. Bauarbeiter rennen umher, dort werden Tische aufgestellt, da Kabel verlegt. Kein Mensch würde in diesem Moment nur einen Franken darauf wetten, dass hier in wenigen Stunden das neue McDonald’s-Restaurant für geladene Gäste in Betrieb genommen werden kann. Mitten im Trubel steht Flemming Jensen. Der 60-Jährige betreibt seit letzten November den McDonald’s in Baden. Dass der drahtige Däne früher Spitzensportler war – er hält noch heute den 1987 aufgestellten Landesrekord über 3000 Meter Steeple –, kommt ihm in diesem Moment wohl zugute. «Die letzten Tage waren einfach unglaublich. Ich habe fast nicht geschlafen.»  

Der Grund: Weil der McDonald’s in ein völlig neues Gebäude zieht, muss alles von Grund auf eingerichtet werden. «Es kam leider zu Verzögerungen, die wir jetzt wieder aufzuholen versuchen», sagt Jensen. Dieses Vorhaben gelingt denn auch tatsächlich. Was niemand für möglich gehalten hätte, wird wahr: Punkt 12 Uhr konnten die ersten geladenen Gäste im Rahmen eines «Pre-Opening» bedient werden. Zwar funktionierte das eine oder andere noch nicht ganz einwandfrei. «Doch das war genau der Sinn der Sache. Dass wir einen Tag vor der offiziellen Eröffnung noch letzte Schwachstellen orten und diese justieren können», sagt Jensen. 

Ein Drittel mehr Personal für mehr Service

Und so war man denn am Donnerstag um 10 Uhr auch bereit, um die ersten Gäste – für diese wurde gar ein roter Teppich ausgerollt – zu empfangen. Flemming Jensen strahlte übers ganze Gesicht. Nicht nur er, sondern auch seine 36 Mitarbeitenden hätten sich auf den neuen Standort gefreut. «Am Samstag haben wir zusammen noch eine grosse Badstrasse-Abschlussparty gefeiert.» Das «Zusammen» bringt auf den Punkt, wofür der sympathische Däne steht. «Ich will eine neue Kultur einführen, die auch die Gäste zu spüren bekommen. Das geht aber nur mit einem guten Teamspirit und wenn ich als Vorbild vorangehe.»

Dass dies nicht bloss leere Worte sind, beweist die Tatsache, dass er das Personal von 22 auf 36 Angestellte aufgestockt hat. Mehr Personal braucht es deshalb, weil die Gäste künftig am Tisch bedient werden. Und so funktionierts: An einem der acht Touchscreens bestellen Gäste ihr Essen und bezahlen dieses auch gleich an der Bestellstation. Anschliessend fassen sie eine grosse Plastiknummer und begeben sich zu einem beliebigen Tisch. Sobald das Essen fertig ist, wird es an den Tisch gebracht. Oder aber man wartet am Tresen, um das Essen «Take-away» in Empfang zu nehmen. «Das neue Bestellsystem hat auch zur Folge, dass das Essen nicht mehr wie früher vorproduziert wird, sondern jede Mahlzeit frisch für den Kunden zubereitet wird», sagt Jensen.

Neu wird der Mc’Donalds bereits um 8.30 Uhr geöffnet haben und Muffins, Gipfeli und Kaffee – in Keramiktassen – servieren. «Wir haben eine absolute Top-Kaffeemaschine, die es mit jedem Barista aufnehmen kann», kommt Jensen ins Schwärmen.

Droht ein Burgerkrieg auf dem Schlossbergplatz?

Kommt es jetzt auf dem Schlossbergplatz zum Burgerkrieg zwischen «Manito» und McDonald’s? «Nein, das denke ich nicht», sagt Jensen. Natürlich seien sie Konkurrenten, doch es gebe keinen Streit oder Unstimmigkeiten. «Letztlich sprechen wir ja auch nicht genau das gleiche Kundensegment an.» Fakt ist, dass es auf dem ohnehin engen Platz – seit Kurzem stehen wieder Betonpfeiler für den Kran dort – jetzt noch enger wird. Draussen bietet McDonald’s 56 Plätze an, im Innern sind es nochmals 134 Plätze, inklusive abtrennbarem Raum im hinteren Teil des Gebäudes für private Anlässe wie etwa Kindergeburtstage. Auf die Frage, ob er als ehemaliger Spitzensportler denn kein schlechtes Gewissen habe, Kinder zum Verzehr von kalorien- und zuckerhaltigem Essen zu verleiten, antwortet Jensen: «Nein. Erstens ist alles eine Frage des Masses. Und es steht ja allen frei, uns zu besuchen oder eben nicht.»

Und wo sieht man bei der Einrichtung seine Handschrift? «Die Möglichkeiten sind natürlich bei McDonald’s beschränkt.» Seine Handschrift werde sich in der Qualität des Services zeigen. «Aus diesem Grund werde ich fast täglich hier anzutreffen sein.»

Das war im November 2018 – nach 23 Jahren sagte Mister McDonald’s Arrivederci:

«Highlights gab es viele, aber ein Abend ist mir besonders in Erinnerung geblieben»

Enzo Di Vito, 23 Jahre lang Leiter des McDonald's in Baden, an seinem letzten Arbeitstag.

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