Künten

Langlebig, unterhaltsarm und kostengünstig

So soll das neue Gebäude aussehen.

So soll das neue Gebäude aussehen.

An einer Orientierungsversammlung zur Sanierung und Umnutzung des Mehrzweckgebäudes standen Gemeinderat und Achitekten Rede ud Antwort.

An der Gemeindeversammlung vom Freitag wird der Souverän über einen Baukredit abstimmen in Höhe von 5215000 Franken für die Sanierung und die Umnutzung des Mehrzweckgebäudes in eine neue Gemeindeverwaltung. An einer Orientierungsversammlung standen Gemeinderat und Architekten Rede und Antwort.

Funktional und flexibel soll das neue Mehrzweckgebäude werden. Ein neuer Dorfplatz soll entstehen – ein Ort, der zum Verweilen einlädt, ein Ort der Begegnungen und Aktivitäten. Auf den bestehenden Sockeln des heutigen Mehrzweckgebäudes soll ein neuer, eingeschossiger Verwaltungsaufbau aufgesetzt werden.

Der Innenhof bringe Tageslicht ins Foyer, sagt Architekt Philipp Kim. Er verspricht, dass die Büroräume mit einfachsten Mitteln verkleinert oder vergrössert werden können. Ein grosszügiges Sitzungszimmer mit Platz für bis zu 30 Sitzungsteilnehmer ist ebenfalls geplant.

«Bei der gesamten Planung haben wir stets auf drei Punkten beharrt», so der Gemeinderat und Präsident der Baukommission, Emil Meier, «langlebig soll das neue Verwaltungsgebäude werden, unterhaltsarm und kostengünstig. So einigte man sich bei der Wahl des Materials für den Aufbau auf eine Holz-Glas-Konstruktion.» Damit das Holz nicht jedes
Jahr neu gestrichen werden müsse, erhalte es eine Aussenhülle aus eloxiertem Aluminium. «Das ist pflegeleicht», verspricht der Architekt. Je nach Sonneneinstrahlung glänzt das Aluminium bronzefarben, bräunlich oder golden.

Ein neuer Raum für Musikvereine

Der untere Teil des Gebäudes, wo heute die Feuerwehr sowie das Bauamt untergebracht sind, wird weitgehend bestehen bleiben. Die Fusion der Feuerwehren mit den drei umliegenden Gemeinden, die per 1. Januar 2011 in Kraft tritt, sieht vor, dass das Feuerwehrmagazin Künten komplett aufgehoben wird. Diese Räume werden künftig dem Bauamt zur Verfügung stehen.

Im Erdgeschoss ist ein Vereinsraum geplant. Er soll als Probelokal für die musizierenden Vereine (Männerchor, Guggenmusik und Musikverein) dienen. «Für diesen Raum haben wir einen Akustiker hinzugezogen», sagt Gemeindeammann Werner Fischer. «Damit möglichst keine Lärmemissionen ins angrenzende Wohnquartier entstehen.» Ein leistungsstarkes Lüftungssystem soll auch bei geschlossenen Fenstern ein gutes Raumklima erbringen. Das Gebäude wird in Richtung des neuen Dorfplatzes ausgerichtet sein.

Verkauf von Landreserven

Das Projekt soll grösstenteils durch den Verkauf von verschiedenen Landreserven (Chueweid und Rain) der Gemeinde sowie durch den Verkauf des alten Gemeindehauses finanziert werden, sodass der Gemeinde ein Restbetrag von 1,85 Millionen Franken zur Eigenfinanzierung bleibt.

Damit könne die Investition mit dem aktuellen Steuerfuss finanziert werden, verspricht der Gemeinderat. In der Fragerunde nahmen Gemeinderat und Architektenteam Stellung. Der Entsorgungsplatz, der heute da steht, wo der neue Dorfplatz hinkommen soll, kommt auf den Kiesplatz unterhalb des Schulhauses.

Die Heizung im jetzigen Mehrzweckgebäude sei erst vor kurzem erneuert worden. Sie werde im neuen Bau erhalten bleiben. Man rechne aber damit, dass das Gebäude künftig mit moderner Wärmedämmung mit der Hälfte des Heizöls auskommen werde als bisher. Ein Wärmeverbund mit Kirche und Schulhaus habe man durchgerechnet, sei aber zu teuer.

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