150 Schafe grasen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt friedlich auf der Weide. Besitzer Thomas Strebel hat wegen der Tiere aber einige Sorgen. Regelmässig wird er beim Kanton angeschwärzt. Der 34-Jährige hat auch schon anonyme Schreiben erhalten. «Man weiss nie, ob am nächsten Tag wieder die Polizei oder das Veterinäramt vor der Tür steht», sagt der Landwirt gegenüber TeleM1. 

Er vermutet, dass viele Autofahrer beim Veterinärdienst anrufen, weil sie sich Sorgen machen. Angeblich frieren und leiden die Schafe. 

Die Tiere seien jedoch von Natur aus gut für die Kälte gewappnet, erklärt Strebel. Die Unterwolle wirke wie Thermo-Wäsche, die Wolle gebe Schutz und das Wollfett halte das Wasser vom Kontakt mit dem Körper ab. 

Laut Sebastian Menzel vom kantonalen Veterinärdienst wurde im Fall des Mägenwiler Landwirts trotz mehrfacher Klagen kein Verstoss festgestellt. «Bürger reagieren manchmal überbesorgt», so Menzel. Bei ausgewachsenen Schafen sei die Sorge aber unbegründet. «Einzig bei neugeborenen Lämmern könnte akute Lebensgefahr bestehen.»

In den Monaten Dezember bis und mit Februar müssen die Bauern aber einen Witterungsschutz aufstellen, falls es regnen oder schneien sollte. Bei 150 Schafen ist das für Thomas Strebel aber keine Möglichkeit. Da müsste er ein ganzes Festzelt aufbauen. Aus diesem Grund kommen seine Schafe im Winter nur bei trockenem Wetter nach draussen. (ldu)