Wohlenschwil

Kultur als Dessert im dörflichen Menü — die «Kuko» feiert Geburtstag

In der Alten Kirche in Wohlenschwil wurden 40 Jahre Kultur gefeiert — für Frau Gemeindeammann Erika Schibli ein unverzichtbares Element im Dorf.

«Kuko» bedeutet «Kulturkommission» und ist in Wohlenschwil ein Begriff, der mit Qualität, Tradition und der Alten Kirche verbunden wird. Seit 40 Jahren organisiert die Kuko kulturelle Anlässe und geniesst dafür Gastrecht in der Alten Kirche, einem Kulturraum der Sonderklasse. Was keineswegs übertrieben ist, sind die auftretenden Künstler doch jeweils des Lobes voll über die spezielle Atmosphäre in Wohlenschwil.

Kultur von der Gemeinde unterstützt

40 Jahre – das soll gefeiert werden. Die Kuko scheute keinen Aufwand und organisierte einen denkwürdigen Anlass. Der Jahreszeit entsprechend wurde ein Wildbankett mit vier Gängen zelebriert, welches das Team des Restaurants Mühle unter Leitung von Chefkoch Heinz Krebs in die festlich hergerichtete Alte Kirche zauberte, ein wahrer Gaumenschmaus. Dazu umrahmten die Jagdhornbläser Hallwyl unter der Leitung von Erhard Windisch den Anlass. Prächtig, wie die Bläser die rund 100 Anwesenden unterhielten.

Klar, dass zu einem Jubiläum auch der Blick in die Vergangenheit gehört. Damals, Ende der 1970er Jahre, ergriff im Dorf eine Gruppe von Einwohnern, mit Elisabeth Fischer an der Spitze, die Initiative und begann, kulturelle Anlässe zu organisieren. Der damalige Gemeinderat, sagte Frau Gemeindeammann Erika Schibli in ihrer Laudatio, sei so intelligent gewesen, die Kuko ins Leben zu rufen und die Veranstaltungen finanziell zu unterstützen.

«Unsere Vorgänger haben eben gemerkt», so Erika Schibli weiter, «dass zu einer funktionierenden Gemeinde nicht nur eine gut ausgebaute Infrastruktur, die Schule und Verwaltung gehören, sondern eben auch eine vielfältige Kultur, welche die Dorfgemeinschaft und das Zusammenleben stärkt.» In einem dörflichen Menu sei die Kultur quasi das Dessert.

Kuko ist fest mit der alten Kirche verbunden

Zurück zu den 1980er Jahren: Elisabeth Fischer wurde die erste Präsidentin der Kuko und prägte sie während 30 Jahren. In ihrer Amtszeit gastierten Dutzende von Kulturschaffenden aus verschiedensten Sparten in Wohlenschwil. Schauplatz der Anlässe war von Beginn weg die vom baulichen Zerfall bedrohte Alte Kirche, welche damit nicht in Vergessenheit geriet. Zu ihrer Erhaltung wurde 1996 die «Stiftung Alte Kirche Wohlenschwil» gegründet.

Die Sanierung des Baudenkmals entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte sondergleichen: Dank viel Herzblut, Enthusiasmus und materieller Unterstützung der Bevölkerung erstrahlte die Kirche bereits im Jahre 2000 in neuem Glanz. Die Kulturanlässe und die Alte Kirche sind in Wohlenschwil also untrennbar miteinander verbunden. Peter Meyer, Präsident der Stiftung Alte
Kirche, betonte dies in seiner Rede und bedankte sich bei der Kuko für ihre vorzügliche
Arbeit, die vom Publikum aus nah und fern durch ihr Erscheinen an den Anlässen honoriert werde.

Vor zehn Jahren hat Maja Pfister das Kuko-Präsidium von Elisabeth Fischer übernommen. Zusammen mit ihrem Power-Team pflegt sie seither die vielfältige Kultur-Tradition in Wohlenschwil weiter. Auf die nächsten 40 Jahre!

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