Referendum
Killwangen lehnt Budget mit 192:191-Stimmen ab – jetzt kommt es zur ausserordentlichen Gmeind

Das Budget 2020 von Killwangen wurde an der Referendumsabstimmung am Sonntag hauchdünn abgelehnt. 191 Stimmberechtigte waren für eine Annahme, 192 lehnten das Budget ab.

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Killwangen hat kein rechtskräftiges Budget.

Killwangen hat kein rechtskräftiges Budget.

az-archiv

Ende November 2019 konnten 84 Stimmberechtigte an der Gemeindeversammlung in Killwangen neben dem Budget 2020 auch über eine Stellenaufstockung von 40 Prozent in der Finanzverwaltung abstimmen. Beides wurde damals grossmehrheitlich angenommen.

Das passte nicht allen, beträgt doch die Verschuldung der Gemeinde per Ende 2020 voraussichtlich 7,5 Millionen Franken. Und so bildete sich die «Gruppierung besorgter und kritischer Einwohner von Killwangen».

Einer, der dieser Gruppe angehört, ist der Killwangener Walter Käppeli, der im Vorfeld sagte: «Wir gehören zu den pro Kopf am höchsten verschuldeten Gemeinden im Aargau.»

Er und seine vier Mitstreiter sammelten Unterschriften, über 300, und das Referendum für beide Traktanden kam zustande. Deshalb musste die Bevölkerung am Sonntag in einer ausserordentlichen Urnenabstimmung über die «Anpassung Leistungspensum Abteilung Finanzen» sowie das Budget 2020 abstimmen.

Neben dem Budget wurde auch die Anpassung Leistungspensum mit 227:157 abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug jeweils 32 Prozent. Das Budget muss nun an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung ein weiteres Mal zur Beschlussfassung unterbreitet werden. (az)