Die nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) reichte Mitte April 2016 die Unterlagen für eine Untersuchung des Standortgebiets Nördlich Lägern ein. Nun hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt die Bewilligung zur Durchführung der 3D-seismischen Untersuchungen.

Mit diesen Untersuchungen kann ein hochauflösendes, dreidimensionales Abbild des Untergrunds hergestellt werden. Dies «trägt so zur Beantwortung der im Sachplan Geologische Tiefenlager geforderten Klärung sicherheits-technischer Fragen bei», so der Kanton in eine Medienmitteilung.

Was sind 3D-seismische Messungen? Wie funktionieren sie und weshalb sind sie nötig? Das Nagra-Erklärvideo.

Was sind 3D-seismische Messungen? Wie funktionieren sie und weshalb sind sie nötig? Das Nagra-Erklärvideo.

Welche Informationen aus dem geologischen Untergrund erhält man? Der fünfminütige Film der Nagra liefert Antworten.

Im vergangenen Herbst hat die Nagra bereits das Standortgebiet Jura Ost (Raum Bözberg) mit der selben Technik vermessen. Nun soll es im Herbst dieses Jahres zu den rund drei Monaten andauernden Vermessungen im Gebiet Nördlich Lägern kommen, im November auch auf aargauer Boden, so der Kanton. Zu dem Standortgebiet zählen neben einigen Zürcher Gemeinden auch 15 Gemeinden aus dem Aargau. Unter anderem Fislisbach und Kaiserstuhl, welche im Untersuchungsperimeter liegen. (hug)

Atomendlager: Seismische Messungen im Zürcher Weinland

Atomendlager: Seismische Messungen im Zürcher Weinland

Die Nagra prüft derzeit Standorte auf eine mögliche Atomendlagerung. Heute untersuchte sie die Region im Zürcher Weinland auf ein mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle. Mit Vibrationsfahrzeugen werden seismischen 3D-Messungen im geologischen Untergrund durchgeführt, um sicherheitstechnische Analysen zu beurteilen.