Lüpfige Ländlermusik hiess die einmarschierenden Gäste willkommen und stimmte ein in die folkloristischen Darbietungen. Der Jodelchor unter der Leitung von Erika Wild legte los mit dem «Summerjutz». Dabei waren stets die Silben «Chumm Sä Sä» herauszuhören. Diese Silben rufe der Senn seinem Vieh zu, erklärte Vereinspräsidentin Monika Koch. Das Lied «Sympathie» trug dann eine Kleinformation des Chors, das Jodel-Doppelquartett «Rüsswälle», vor.

Zudem liess es sich der anwesende Volksmusiker Franz Stadelmann nicht nehmen, seine Komposition «Däheim» selbst auf der Bühne zu dirigieren. Den Höhepunkt des Konzerts bildete das Volkslied «Mir Senne Heis Luschtig». Jedermann im Saal war aufgefordert, lautstark mitzusingen. Dabei löste insbesondere der Vers «Myni Mueter kochet Röschti und spoizt echli dra, so wird sie schön saftig und hocket nid a» schallendes Gelächter und Heiterkeit im ganzen Saal aus.

Auf die Zukunft des Chors angesprochen, erwähnte Vorstandsmitglied Margrith Hübscher das Problem des Nachwuchses. Es gelinge schon ab und zu, junge Leute für das Jodeln zu begeistern. Aber die Rekrutierung von jungen Jodlerinnen und Jodlern sei und bleibe eine Herausforderung für den Chor, so Margrith Hübscher weiter.

Gekonnt inszenierten Laienschauspieler der Theatergruppe unter der Regie von Rolf Seiler den Zweiakter «Hund und Chatz» des Theaterautors Josef Brun. Seiler selbst amtierte als Darsteller des streitbaren Nachbarn Albert Spiess. Spiess und seine Frau Anna (dargestellt von Jolanda Schmid) liegen mit ihren Nachbarn Alfred und Inge Zangger (Peter Albisser und Rita Wiedmer) ständig in den Haaren.

Lustspiel sorgt für Turbulenzen

Man tut sich gegenseitig zuleide, was man nur kann. Auslöser der Konfliktsituation sind die drei Haustiere, die Katze der Familie Spiess sowie der Hund und der Kanarienvogel der Zanggers. Der Streit eskaliert zusehends, es entstehen Handgreiflichkeiten und ein grosses Tohuwabohu auf der Bühne. Und nicht einmal mehr Friedensrichter Hermann Häfeli (Ueli Schöni) ist Herr der Lage. Und während sich die Zanggers und die Spiess’ bekämpfen, lieben sich im Geheimen deren beide Kinder Claudia Zangger (Yvonne Hess) und Herbert Spiess (Andreas Mordasini).

Viel Komik dominierte das Stück und akrobatische Fahrradeinlagen würzten die Darbietung zusätzlich. Die Zuschauer waren begeistert und spendeten frenetischen Beifall. Nach der Aufführung übernahm die «Huusmusig Lüpfig» das Zepter und lud mit ihrem volkstümlichen Repertoire gekonnt zum Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Ein toller Abend nahm sein Ende.