Baden/Aarau

Informatik-Abteilung: Chef und Stellvertreter nicht mehr an Bord

Anfang Jahr wurden die Informatikabteilungen von Baden und Aarau zusammengelegt.

Anfang Jahr wurden die Informatikabteilungen von Baden und Aarau zusammengelegt.

Anfang Jahr haben Baden und Aarau ihre Informatik zusammengelegt - nun verliert die Abteilung ihre Chefs.

Seit Anfang Jahr sind die Informatik Aarau und die Informatik Baden organisatorisch zusammengelegt; per Mitte Mai zügelten sie unter ein gemeinsames Dach in Aarau. Wie die Stadt Baden in einer Mitteilung an die Einwohnerräte schreibt, wurde das Arbeitsverhältnis mit Stefan Ramisch, dem Leiter der Informatik ICT, in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. «Unterschiedliche Vorstellungen über die Zusammenarbeit führten zu diesem Entscheid», heisst es im Schreiben, das der AZ vorliegt. Ramisch hatte die Stelle vor wenigen Monaten angetreten.

Ab 2. September wird interimistisch die Firma BSG aus St. Gallen die Leitung der Informatikabteilung übernehmen. «Wir rechnen mit einem Einsatz von sechs bis acht Monaten», sagt Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker auf Anfrage. Laut Radio SRF ist auch Ramischs Stellvertreter Adrian Gloor nicht mehr an Bord. Er habe seine Stelle per Ende August gekündigt. Hilfiker bestätigt: «Herr Gloor verlässt die Stadt, weil er seine Rolle im neuen Konstrukt nicht gefunden hat.»

Die beiden Städte beschlossen letzten Sommer, die Informatikabteilung zusammenzulegen. In Aarau kam der Entscheid einstimmig zustande, im Badener Einwohnerrat knapp mit 23 zu 20 Stimmen. Zu den Kritikern gehörte Stefan Jaecklin (FDP). Für ihn sind die personellen Änderungen «ein Eingeständnis, dass eine sinnvolle und kostensenkende Zusammenführung viel komplexer und anspruchsvoller ist als angedacht». Er sei aber zuversichtlich, dass das Ziel der Städte, die Kosten zu senken, erreicht werden könne. Ramisch war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, Gloor wollte sich nicht äussern. (nro/pkr)

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