Baden

Immer wieder Störungen: Promenadenlift wird im Winter zum Pannenlift

In den letzten Wochen kam es gleich zu einigen Störungen beim Promenadenlift in Baden. (Archiv)

In den letzten Wochen kam es gleich zu einigen Störungen beim Promenadenlift in Baden. (Archiv)

Auf den Lift an der Limmatpromenade ist nicht immer Verlass. In den letzten acht Wochen ist er fünfmal stehen geblieben. Dann steht nur noch der spärlich beleuchtete Treppenweg wenige Meter nebenan zur Auswahl.

Nach der Sanierung im letzten Jahr macht der bald achtjährige Lift an der Limmatpromenade zwar immer weniger Probleme – 2014 soll das Jahr mit den wenigsten Pannen gewesen sein, sagt Matthias Messerli, Stv. Leiter Werkhof der Stadt Baden. Doch nach weitgehend problemfreien zehn Monaten ist mit dem Wintereinbruch auch die Pannenanfälligkeit zurückgekehrt.

Fünfmal soll der Lift gemäss Messerli in den letzten acht Wochen wegen Problemen stehen geblieben sein, zuletzt am Dienstag. Als Gründe gibt er Kälte und Feuchtigkeit an, die dem Material zu schaffen machen. Muss der Lift repariert werden, kann es Stunden dauern, bis er wieder in Betrieb genommen wird. Zudem gibt es kein automatisches Alarmsystem, das den Werkhof bei einer Panne sofort informiert.

Tritt mit dem Lift ein Problem ein, erfährt es zuerst die Stadtpolizei via eingebauter Liftkamera oder wenn ein Passagier den Alarmknopf drückt. Die Nachricht leitet sie dann dem Werkhof weiter. «Der Lift war aber nie während eines Tages oder länger gesperrt», versichert Messerli. Für einen Lift, der ständig der Witterung ausgesetzt ist, sei die Pannenquote sehr tief, sagt er.

Bis zu 1200 Mal am Tag fahre der Badener Promenadenlift auf- und abwärts und transportiere dabei an die 5000 Menschen samt ihren Kinderwagen, Fahrrädern und Haustieren. Pendler etwa, die mit knapp bemessener Zeit auf den Zug rennen müssen, können sich aber nicht immer auf den Lift verlassen.

Keine Beleuchtung und viel Müll

Fällt der Lift aus, gibt die Stadt als Alternative den wenige Meter entfernten Treppenweg an. Doch gerade im Winter, wo die Pannen am Lift zunehmen, ist dieser Weg eine kleine Herausforderung. Er werde zwar von Eis und Schnee befreit; nur die Abzweigung in Richtung Tränenbrunnen nicht, sagt Messerli. Doch der frühe Einbruch der Dunkelheit bereitet den Passanten Probleme. Die Stelle gilt nämlich als Waldstück, ist somit naturgeschützt und darf nur minimal beleuchtet werden. «Wegen den Fledermäusen», sagt er.

Als Alternative zum Promenadenlift wird dieser unbeleuchtete Weg angegeben.

Als Alternative zum Promenadenlift wird dieser unbeleuchtete Weg angegeben.

Den Passanten bleibt nur, sich mit dem Handy durch den Weg zu leuchten. Immerhin bleibt ihnen bei Dunkelheit die Sicht auf den Müll erspart, der sich an der Stelle anhäuft. «Das Waldstück unter dem Bahnhofplatz putzen wir zwei bis drei Mal im Jahr», sagt Messerli.

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