Neuenhof

«Ich habe eine schnelle Auffassungsgabe»: Gemeinderats-Kandidat Daniel Burger im Interview

Daniel Burger möchte Gemeinderat von Neuenhof werden.

Daniel Burger möchte Gemeinderat von Neuenhof werden.

Sieben Kandidaten für zwei freie Gemeinderatssitze in Neuenhof: Wer sind sie? 2. Folge: Daniel Burger (parteilos).

Nach dem Rücktritt von Susanne Voser als Gemeindeammann und Andreas Muff als Gemeinderat sind am 9. Februar in Neuenhof zwei Gemeinderatssitze zu besetzen. Sieben Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wir stellen Ihnen die Kandidaten mit einem identischen (von allen bereits beantworteten) Fragekatalog vor. 2. Teil: Daniel Burger (parteilos).

Wieso kandidieren Sie für das Amt des Gemeinderats in Neuenhof?

Ich setze mich seit meiner Jugend für die Allgemeinheit von Neuenhof ein. Mein Interesse ist es, politisch tätig zu sein und für Neuenhof etwas bewegen zu können. Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen zum Wohl der Gemeinde und der Bevölkerung einsetzen. Gemeinsam für ein attraktives und wohnliches Neuenhof.

Wieso sind Sie geeignet für dieses Amt?

Durch meine beruflichen Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung der Stadt Zürich und Engagement als Feuerwehrkommandant sind mir die Strukturen und Abläufe auf der Gemeindeverwaltung bekannt. Ich bin in Neuenhof aufgewachsen, beteilige mich aktiv am Dorfleben und bin gut vernetzt, um die Anliegen der Bevölkerung abholen zu können.

Ihr Kommentar zum überraschenden Rücktritt von Ammann Susanne Voser. Haben Sie den kommen sehen?

Nein, den Rücktritt habe ich nicht kommen sehen. Es hat mich überrascht.

Ihre grösste Stärke, Ihre grösste Schwäche?

Entscheidungen treffe ich nach eingehender Analyse von Fakten und Tatsachen. Ich habe eine schnelle Auffassungsgabe und kann mich für viele Themen begeistern. Sachorientierung, Führungsstärke und Zielorientierung zeichnen mich aus. Meine Schwäche: Ich kann «Süssem» nicht widerstehen.

Begrüssen Sie die geplante Weiterführung der Limmattalbahn durch Neuenhof?

Neuenhof würde durch den Bau der Limmattalbahn geteilt und müsste grosse Einbussen im Bereich der Zürcherstrasse/Limmatstrasse hinnehmen. Der Gestaltungsspielraum entlang der Linienführung würde durch die LTB sehr eingeschränkt. Wir haben mit Bus und Bahn eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Deshalb setzte ich mich für ein Nein zur Limmattalbahn ein.

Heute leben rund 8500 Menschen in Neuenhof. Bis 2030 sollen es über 10'000 sein. Begrüssen Sie diese Entwicklung?

Neuenhof hat mit der neuen BNO Möglichkeiten geschaffen, sich einwohnermässig weiter zu entwickeln. Neue Wohnungen ziehen auch neue Steuerzahler an und auf diese sind wir in Neuenhof angewiesen. Ich unterstütze ein gesundes Wachstum der Gemeinde auf den bestehenden Flächen. Mit einer verdichteten Bauweise kann der bestehende Grünraum erhalten werden und trotzdem ist ein Wachstum möglich.

Soll sich Neuenhof in naher Zukunft mit umliegenden Gemeinden zusammenschliessen. Wenn ja, mit welchen.

Die regionale Zusammenarbeit besteht jetzt schon in gewissen Teilen. Diese weiter auszubauen, um Synergien zu nutzen, macht sicher Sinn. Ob dies bis zu einem Zusammenschluss führt, wird die Zukunft zeigen. Ich bin offen und würde diese Thematik prüfen. Mit welcher Gemeinde ein Zusammenschluss möglich wäre, ist nicht relevant.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen in Neuenhof?

Die finanzielle Situation (Verschuldung, Einnahmeproblem und keine Steuerfusserhöhung), eine gut funktionierende Verwaltung und Schule sind Themen, die unsere ganze Aufmerksamkeit fordern. Mit der Strategie vorwärts wurden gute Grundlagen gelegt für eine gesunde Weiterentwicklung. Dies gilt es weiter zu verfolgen. Der stetig zunehmende Verkehr braucht Lösungen für alle.

Meistgesehen

Artboard 1