Niederweningen

Humorvoll und berührend zugleich: Linard Bardill begeisterte die Kinder

Der Künstler zog die Kinder in seinen Bann.

Linard Bardill

Der Künstler zog die Kinder in seinen Bann.

Linard Bardill bewies in Niederweningen einmal mehr, dass sein Programm nicht einfach ab Stange daherkommt.

wesen beim Anblick ihrer jungen bis sehr jungen Besucherinnen und Besucher, gab Linard Bardill im Anschluss an das Konzert zu. So viele Kleinkinder und Babys waren anwesend, dass sich die beiden
Musiker spontan dazu entschlossen, ihr Repertoire ihren jüngsten Fans etwas anzupassen. Linard Bardill und Bruno Brandenberger, der Mann am Kontrabass liessen die kleine Bühne mitten im Saal aufbauen, statt von der grossen bestehenden Bühne, quasi «von oben herab» zu musizieren. «Unser Konzert war richtig unique-mässig. Wir waren heute wie eine grosse Familie», schwärmte Brandenberger.

Ein Konzert
für Aktive
Linard Bardill erzählte berührende Geschichten, wie diejenige des schwerkranken Mädchens im Spital, welches er im Rahmen seiner «Bettkantenkonzerte», die er regelmässig in verschiedenen Spitälern durchführt, besuchte. Sie wünschte sich ein Lied, welches er ihr denn auch schrieb und etwas später vortrug. Der Bündner Musiker sang bekannte Lieder, wie dasjenige über seine Geiss, oder über den Esel von Martin und berichtete weiter vom Doppelhasen. Tiere sind allgegenwärtig in seinen Texten. Die Musik dazu war professionell und reichte von Jazzklängen bis zu volkstümlichen Elementen. Das kommt nicht von ungefähr, spielt Bruno Brandenberger doch in weiteren Ensembles, unter anderem auch in Jazzformationen. Linard Bardill ist seit über dreissig Jahren im Geschäft, und seine Musik und seine Geschichten für Erwachsene sind ebenso bekannt wie diejenige rund um den Doppelhasen oder die des Esels.
Eltern, die sich diesen Morgen wohl dachten, ihr Nachwuchs sei nun eine Stunde lang unterhalten und sich entspannt zurücklehnten, sahen sich getäuscht. Die beiden Musiker luden nicht nur die Kinder ein, zu singen und mit zu tanzen. Auch Väter und Mütter wurden aufgefordert, die Lieder teilweise mit Gesten und Gesang zu begleiten.

Kinder sind
das «Bühnenbild»
Linard Bardill und Bruno Brandenberger kamen ohne Kulisse aus. Ihr junges Publikum bildete das «Bühnenbild». Sei es als Piraten, oder deren Verehrerinnen oder aber als Esel, die mit den Ohren wackelten. Dazu holte sich Linard Bardill immer wieder Kinder auf die Bühne, die dem Ruf begeistert nachkamen. Mit Gesten und mit fleissigem Mitsingen kam keine Langeweile auf.
Dem Publikum gefiel der Mix von Musik und Aktivität. Für einmal wieder mitklatschen und mitwinken, ohne Angst, es könnte lächerlich sein, schien den Erwachsenen sichtlich Spass zu machen. Die Kinder mussten für einmal nicht stillsitzen, sondern durften sich im Saal frei bewegen. Das gab dem Anlass schon fast einen Volksfestcharakter, oder eben, wie es Bruno Brandenberger beschrieb, wie eine grosse Familie und deren Fest.

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