Untersiggenthal
«GoEasy»-Baugesuch: Auch Behinderte können Sportzentrum nutzen

Ab Donnerstag liegt das Baugesuch für das Sportzentrum im GoEasy-Freizeit- und Eventcenter in Untersiggenthal vor. Im Frühling sollen die Umbauarbeiten starten. Der Bau soll auch für Behindertensport genutzt werden.

Roman Huber
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Die neuste Visualisierung des überarbeiteten GoEasy Sporthallen-Projekts der Methabau.

Die neuste Visualisierung des überarbeiteten GoEasy Sporthallen-Projekts der Methabau.

zvg

Das Sportzentrum im GoEasy Freizeit & Event Center in Station Siggenthal nimmt die nächste Hürde. Die Pläne für die neue Trainings- und eine Wettkampfhalle liegen ab heute bei der Abteilung Bau und Planung in Untersiggenthal auf. Die Umnutzung der Go-Kart-Halle in ein Hallensport-Center wird 12 Millionen Franken kosten. 85 bis 90 Prozent der Finanzierung seien gesichert. Wenn es auch noch einen Effort brauche, so sei man davon überzeugt, den fehlenden Betrag hereinzuholen.

Beat Anliker und Christian Villiger von der GoEasy Freizeit & Event AG sind voller Zuversicht. «Das Vorhaben steht auf sicheren Beinen», sagt Beat Anliker. Dank einer guten Auslastung abends wie auch tagsüber, durch Sport- und Ausbildungskurse des Kantons sowie Sportverbände sei eine deutlich bessere Wertschöpfung möglich, als sie zuvor mit der Go-Kart-Halle erzielt worden sei, sagt Anliker. Dies belegen die vorliegenden Mieterklärungen von künftigen Mietern.

Für so wenig Geld liessen sich nirgends anderswo zwei grosse Sporthallen hinstellen, bemerkt Anliker. Es werde ein schöner, zweckmässiger Bau, «aber kein Luxusbau». Der Kanton unterstützt das Projekt mit einem Beitrag aus dem Swisslos Sportfonds und wird in Zukunft einen Grossteil der kantonalen Kurse im GoEasy durchführen. Die Gespräche mit der Bank, dem Kanton sowie mit interessierten Gemeinden, unter anderem aus dem Surbtal, seien im Gang. Ab Frühjahr soll gebaut werden. Im Jahr 2016 – 13 Monate später – steht die Einweihung auf dem Programm.

Pascale Bruderer voll des Lobes

Christian Villiger, Geschäftsführer der TV Endingen Handball GmbH, macht keinen Hehl daraus, dass die Halle für den TV Endingen von besonderer Bedeutung sein werde. «Die erste Mannschaft muss für das Training bis nach Zürich fahren, weil es in der Region einfach zu wenig Hallen gebe, sagt Villiger. Doch in der ganzen Region werde der Vereinssport profitieren.

«Es soll aber eine Halle für jeden Hallensport werden», sagt Christian Villiger – von Futsal (Hallenfussball) über Unihockey, Volley- und Handball bis zum Behindertensport. Voll des Lobes für das Hallenprojekt ist Ständerätin Pascale Bruderer, Fürsprecherin der Behinderten. Sie hat die Kontakte zu den Fachleuten des Behindertensports hergestellt.

«Das wird eine Vorzeigeanlage – schweizweit», sagt die Ständerätin aus der Region. Sie findet es vorbildlich, dass bei diesem Projekt nicht nur an die Vereine, sondern auch an die Menschen gedacht werde, die trotz Behinderung Sport treiben möchten. Villiger, der sich seit vielen Jahren in einer Lagerwoche mit Behinderten engagiert, freut sich, dass die Anlage rollstuhlgängig und barrierefrei konzipiert sei. Sie erfülle noch weitere Anforderungen, die sich seitens anderer Behinderungen stellen würden.

Anliker und Villiger heben die gute Lage hervor. Das Hallenbad in Obersiggenthal und zahlreiche Fussballplätze liegen nicht weit entfernt. Zudem sei die Erschliessung mit Bahn und Bus bestens. Die Anbindung zu Fuss an den nahen Bahnhof werde man noch verbessern.