Remetschwil

Gmeind stimmt Budget mit grosser Mehrheit zu

154 Remetschwiler stimmten anlässlich der Gmeind über das Budget mit einem erhöhten Steuerfuss ab.

154 Remetschwiler stimmten anlässlich der Gmeind über das Budget mit einem erhöhten Steuerfuss ab.

Der Voranschlag 2016 mit einer Steuerfusserhöhung von drei Prozenpunkten gab anlässlich der Einwohnergemeindeversammlung kaum zu reden. Grund für die Anhebung sind Investitionen in Millionenhöhe, die im nächsten Jahr getätigt werden.

2016 stehen in Remetschwil Investitionen von rund 5,72 Millionen Franken an. Dazu gehört der Neubau des Primarschulhauses, die Umnutzung des Kindergartens zu Tagesstrukturen, der Ausbau der Kantonsstrasse sowie der Bau eines Kreisels in Busslingen. Wie der Gemeinderat im Vorfeld mitteilte, ist im Licht dessen eine Steuerfusserhöhung von 92 auf 95 Prozent unumgänglich. Um über das Budget mit dem erhöhten Steuerfuss zu befinden, fanden sich gestern Abend 154 Stimmberechtigte in der Turnhalle ein. Zuvor stimmten die Remetschwiler jedoch der Kreditabrechnung über die Erstellung des Generellen Entwässerungsplans (GEP), dem Verpflichtungskredit für die Sanierung der Bachleitung Husmatte sowie dem Gemeindeanteil für den Neubau des Regenbeckens und des Pumpwerks Gnadenthal zu.

Gemeinde wird langfristiges Fremdkapital aufnehmen

Als es um den Voranschlag 2016 ging, ergriff Finanzvorsteher Maurizio Giani das Wort: Er erklärte, dass es der Gemeinde eigentlich gut gehe, jedoch nicht genug Geld für alle Investitionen vorhanden sei. Aus diesem Grund werde man langfristiges Fremdkapital aufnehmen. «Der Finanzplan sieht im nächsten Jahr einen Peak vor, danach flachen die Investitionen aber ab», sagte er. Das Budget führte kaum zu Diskussionen – mit Ausnahme eines Antrags: Dieser sah vor, die freiwilligen Gemeindebeiträge an die Abokosten der Oberstufenschüler wieder ins Budget aufzunehmen. Das Anliegen wurde aber abgelehnt. Im Anschluss genehmigten die Bürger das Budget mit 148 Ja- zu 6 Neinstimmen. «Besten Dank für das Vertrauen in uns und in unsere Arbeit», sagte Gemeinderat Giani.

Gemeindeammann Rolf Leimgruber erinnerte die Stimmbürger daran, dass die Beschlüsse dem fakultativen Referendum unterstehen. Dies, weil die 154 anwesenden Stimmberechtigten das Quorum nicht erreichen.

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