Es hat beim Besuch des türkischen Premiers Davutoglu am Freitag nicht für eine Grussbotschaft des Badener Stadtammanns Geri Müller gereicht. Er wurde zwar von der Union Europäischer Türkischer Demokraten Schweiz eingeladen, die Grüsse der Stadt zu überbringen. «Die Einladung ist sehr kurzfristig erfolgt», erklärt Geri Müller. Es habe leider aus zeitlich-terminlichen Gründen nicht geklappt, darum habe er auf einen Auftritt im Trafo verzichten müssen.

Geri Müller zur Brisgi-überbauung

Geri Müller zur Brisgi-überbauung

Der Anlass fiel zeitlich mit der Information über das Brisgi-Areal zusammen. Weil die Zukunft im Brisgi für die Bevölkerung ein sehr wichtiges Thema sei, wollte der Stadtammann an diesem Anlass nicht fehlen. Der Zeitplan im Trafo liess sich nicht anpassen. Seine Absage sei darum nicht aufgrund von Meinungsäusserungen über die Person Ahmet Davutoglu im Vorfeld des Anlasses erfolgt, erklärt Müller.

Die Meinung, die Davutoglu zum Thema Recht der Frauen geäussert habe – sofern er das so gesagt habe –, teile er selbstverständlich nicht, sagt Müller. Es sei aber nicht Sache eines Gastgebers, dies zu beurteilen. «Jeder Veranstalter, der einen hohen Gast einlädt, hat das Recht auf eine Grussbotschaft der Stadt», sagt Müller.

«Und ein Gastgeber reiche allen die Hand.» Das gehöre sich aus Höflichkeit gegenüber dem Gast und sei nicht mehr als Anstand gegenüber einer in der Schweiz lebenden Minorität sowie gegenüber einem etablierten Tagungszentrum.