1,25 Millionen Franken genehmigte die Gemeindeversammlung im November für das neue Garderobengebäude mit Klubhaus des FC Mellingen. Der Neubau ist nötig, weil die beiden Garderoben, die dem FC im Mehrzweckgebäude der Schulanlage Kreuzzelg zur Verfügung stehen, den Bedürfnissen nicht mehr gerecht werden. 

Der FC Mellingen beteiligt sich mit einem einmaligen Betrag von 100'000 Franken an den Kosten. Erst, wenn das Geld beisammen ist, wird die Gemeinde als Bauherrin mit den Bauarbeiten starten. Doch es gibt ein Problem: Der Verein, der mit rund 300 Aktiven der grösste der Gemeinde ist, kann den Betrag mit den «aktuell vorhandenen Mitteln» nicht alleine stemmen, wie er auf seiner Website schreibt. 

Rund 15'000 Franken gesammelt 

Der Klub ist auf Unterstützung angewiesen und hat deshalb eine Spendenaktion lanciert. Auf einer eigens dafür erstellten Internetseite kann ein Spendenformular ausgefüllt und so zur Finanzierung beigesteuert werden. Zudem hat der FC vor Kurzem hunderte Broschüren an Gewerbetreibende aus Mellingen und der Umgebung verteilt. «In einem nächsten Schritt werden wir Flugblätter in die Haushalte verteilen sowie Privatpersonen aus dem Vereinsumfeld anschreiben», sagt Vizepräsident Lukas Treichler, der für die Spendenaktion zuständig ist. Rund 15'000 Franken konnten bisher gesammelt werden. «Wir sind zuversichtlich, dass der Betrag zustande kommt.» So habe man bereits vor dem Start der Sponsorenaktion Anfang Februar Zusagen für grössere Beiträge von Gönnern erhalten. 

Und was tut der FC Mellingen für die Finanzierung? Wie Treichler sagt, organisiere der Verein in den kommenden Wochen kleinere und grössere Anlässe, beispielsweise die Mellinger Fasnacht und einen Raclette-Plausch für die Bevölkerung. Deren Erlöse fliessen vollumfänglich ins Bauprojekt, so Treichler. «Wir werden alles Mögliche tun, damit wir den Betrag termingerecht der Gemeinde überweisen können.» Im optimalen Fall kann im Juni mit dem Neubau gestartet werden. Wenn das Geld nicht zusammenkommt, «dann werden wir das Gespräch mit den Behörden suchen müssen». Daran denke man derzeit aber nicht. «Wir sind überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen werden», so der Vizepräsident des FC.

«Zweckmässige Infrastruktur» 

Nebst den 100'000 Franken übernimmt der FC auch die Kosten für den Rückbau des bestehenden Klubhauses, für die Betriebseinrichtungen und den jährlichen Pachtzins. Das Garderobengebäude kommt westlich des roten Platzes zu stehen. Nach der Fertigstellung bleibt der Neubau im Besitz der Gemeinde, der Verein hält die Hauptnutzung. «Wir hoffen, dass unsere Vereinsmitglieder in Zukunft von einer modernen und zweckmässigen Infrastruktur Gebrauch machen können, die den heutigen Anforderungen entspricht», sagt Treichler. Aber nicht nur: «Es sollen auch die anderen Vereine davon profitieren. Und es soll vor allem zu einem attraktiven und innovativen Gemeindebild beitragen.» 

Wer sich finanziell beteiligt, erhält einen kleinen Gegenwert. Gönner werden zum Beispiel zu Wurst und Getränk an einem Heimspiel eingeladen, auf der Vereinswebsite oder auf der Sponsorentafel im Klubhaus genannt.