Turgi

Fussballclub hofft auf Unterstützung für den neuen Fussballplatz Oberau

Der Sportplatz Steig: Hier trägt der FC Turgi seine Heimspiele aus. AZ-Archiv

Der Sportplatz Steig: Hier trägt der FC Turgi seine Heimspiele aus. AZ-Archiv

Am Donnerstagabend stimmt die Gemeindeversammlung über einen Zusatzkredit von 822'000 Franken ab

Vor etwas mehr als einem Jahr gab der Aargauer Regierungsrat grünes Licht für die neue Sportanlage auf der Oberau: Die Baubewilligung ist somit rechtskräftig. «Wir sind glücklich», sagte Maya Senn, Präsidentin des FC Turgi, im Februar 2018. Beschwerden von Anwohnern hatten den Bau zuvor jahrelang verhindert.

Doch bei der Überarbeitung des Kostenvoranschlags in den vergangenen Monaten stellte sich heraus: Die Baukosten sind um 1,18 Millionen Franken gestiegen. Das Projekt muss nochmals eine Hürde nehmen, das Warten hat für den Verein noch immer kein Ende. Ein Zusatzkredit von 822 000 Franken wird benötigt. Heute Abend wird an der Gemeindeversammlung (19.30 Uhr, Mehrzweckhalle Gut) in Turgi darüber abgestimmt. Ein Teil der Mehrkosten ergibt sich aus Projektanpassungen, die vom Verein selber getragen werden. Die restlichen 822 000 Franken ergeben sich aus Mehrkosten durch die lange Verfahrensdauer (AZ vom 18. April).

Präsidentin ist zuversichtlich

Maya Senn, Präsidentin des FC Turgi, ist zuversichtlich, dass der Kredit heute Abend angenommen wird. «Die Stimmung am Informationsabend war positiv. Wir haben den Gemeinderat hinter uns und hoffentlich auch die Mehrheit der Stimmbevölkerung. Für unseren Verein wäre es sehr wichtig, dass der Sportplatz auf der Oberau endlich gebaut werden kann.» In den vergangenen Tagen wurden Flugblätter an die Haushalte verteilt. «Die Trainings- und Spielbedingungen in der Steig genügen den künftigen Ansprüchen nicht mehr», ist darin zu lesen. «Es ist Zeit für etwas Neues.» Der geplante Sportplatz Oberau biete gute und zeitgemässe Trainings- und Spielbedingungen – luxuriös sei er nicht, heisst es weiter.

Ein Gegner des Zusatzkredites, der sich bei der AZ meldete, aber anonym bleiben wollte, kritisierte die «Salamitaktik» des Gemeinderates. Tatsache sei, dass in der Unterau bei der ehemaligen Kläranlage bereits ein Fussballfeld inklusive Platzbeleuchtung in Betrieb sei. Noch einmal über den Standort zu diskutieren, sei müssig, sagte Untersiggenthals Gemeindeammann Marlène Koller (SVP) dazu bereits mehrfach. Die Anlage befindet sich auf Untersiggenthaler Gemeindegebiet; auch diese Gemeinde, sowie auch Gebenstorf, wird sich an den Gesamtkosten von neu insgesamt 4,48 Millionen beteiligen. Im Jahr 2008 hatten die drei Gemeinden einen Totalbetrag von 1,7 Millionen Franken bewilligt. Für die restlichen Baukosten hatte die Gemeinde Turgi dem Fussballclub ein Darlehen (0,72 Millionen Franken) gewährt, hinzu kommen ein Sport-Toto-Beitrag von 325 000 Franken sowie Eigenleistungen des Vereins.

Der Gemeinderat macht sich für den Zusatzkredit stark: «Damit der FC Turgi auch in Zukunft eine gute Basis für seine Entwicklung hat und die Grundlage für eine intensive Jugend- und Sozialarbeit vorhanden ist, benötigt der Verein eine neue, geeignete Infrastruktur.» Der Verein, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, zähle heute rund 320 aktive Mitglieder, wovon rund 190 Kinder die Juniorenabteilung bilden. «Im Verein engagieren sich viele verantwortungsbewusste Personen, die mit einem grossen Aufwand unseren Jugendlichen eine sinnvolle und attraktive Freizeitbeschäftigung ermöglichen.»

Ein weiteres Argument, das laut Gemeinderat für den Zusatzkredit beziehungsweise den Umzug des Vereins auf die Oberau spricht: Das Grundstück «Steig», wo der FC Turgi aktuell seine Spiele austrägt, könnte veräussert, die Mehrkosten für den neuen Sportplatz damit refinanziert werden.

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