Stadtrat

FDP Baden zieht mit Mario Delvecchio in den Wahlkampf

Mario Delveccio.

Mario Delveccio.

Jetzt steht fest: Am 18. Oktober kommt es zum Zweikampf zwischen Mario Delvecchio (FDP) und Jürg Caflisch (SP) im Rennen um den freien Stadtratssitz.

Kurz nach 21 Uhr fielen die Würfel gestern für Mario Delvecchio. An der Nominationsversammlung der FDP Baden setzte sich der 56-Jährige im zweiten Wahlgang gegen seine Kontrahentin Andrea Libardi (52) durch.

«Ich bin manchmal auch zu direkt – aber das ist einfach meine Art»: Mario Delvecchio im Video-Interview.

«Ich bin manchmal auch zu direkt – aber das ist einfach meine Art»: Mario Delvecchio im Video-Interview.

32 Stimmen entfielen auf Delvecchio, 26 Stimmen konnte Libardi für sich verbuchen. Die Segel bereits nach dem ersten Wahlgang gestrichen hatte Daniel Schneider (53) der – zwar mit einem guten Resultat – auf Platz drei landete.

«Ich bin nicht enttäuscht – ich bin stolz auf mich»: Andrea Libardi im Video-Interview.

«Ich bin nicht enttäuscht – ich bin stolz auf mich»: Andrea Libardi im Video-Interview.

«Der beste Kandidat muss das Rennen machen»: Daniel Schneider im Video-Interview.

«Der beste Kandidat muss das Rennen machen»: Daniel Schneider im Video-Interview.

Mario Delvecchio wird versuchen, am 18. Oktober den zweiten Sitz der FDP wieder zurückzuerobern, den sie bei den Wahlen im Frühjahr 2013 an das Team Baden (Ruth Müri) verloren hatte. Mit ihm setzte sich im parteiinternen Rennen auch derjenige Kandidat durch, der gestern Abend schon vor der Nominationsversammlung auf die Frage, wie hoch er seine Chance einschätze, ganz unbescheiden zu Protokoll gab: «Auf über 50 Prozent.» Und auf die Frage eines FDP-Mitglieds, ob er denn als einziger Nicht-Einwohnerrat überhaupt gut genug vernetzt sei, selbstsicher und keck antwortete: «Seit bekannt wurde, dass ich mich für das Stadtratsamt zur Verfügung stelle, habe ich sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Ich glaube, meine Chancen, heute nominiert zu werden, stehen sogar sehr gut.»

Beyeler: «Es braucht einen Leader»

Die klaren und kernigen Aussagen passen bestens zum Wahlslogan von Delvecchio: «Direkt – einfach – klar.» Delvecchio punktete bei den Freisinnigen wohl nicht zuletzt, weil er sich als Macher präsentieren konnte. Und genau eine solche «Persönlichkeit», ja ein solcher «Leader» sei im Stadtrat jetzt gefragt, forderte etwa Alt-Regierungsrat Peter C. Beyeler. Deshalb sei auch die Frage sekundär, ob der zu Nominierende gut in das Ressort Kultur – dieses Ressort hat die abtretende Stadträtin Daniela Berger (SP) inne – passe oder nicht. Mario Delvecchio glaubt denn auch, dass er im Stadtrat dazu beitragen könne, «die Dinge wieder ins Lot zu bringen».

Auch Co-Vize-Präsident Oliver Steger zeigte sich glücklich über die Wahl von Delvecchio, hielt in seiner flammenenden Schlussrede aber fest: «Gewinner sind heute die FDP und die bürgerlichen Parteien in Baden, die alle geschlossen hinter der FDP-Kandidatur stehen.» Er sei sehr optimistisch, mit Delvecchio den zweiten Sitz in der Stadtregierung wieder zurückzuerobern. «Nicht zuletzt setze ich darauf, dass der nationale FDP-Wind uns auch hier in Baden unterstützt.» Für Delvecchio wäre es eine «Rückkehr» in die Exekutive. Der Geschäftsführer der Meier Druck AG in Dättwil war früher während vier Jahren freisinniger Gemeinderat von Ipsach (BE).

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