Killwangen

Entscheid an der Urne: Killwangen will keine Fusion mit Spreitenbach

Der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach

Der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach

Mit 434 gegen 220 Stimmen folgen die Killwanger dem Gemeinderat und beenden das Fusionsprojekt mit Spreitenbach. «Jetzt ist klar: Wir bleiben selbstständig», kommentiert Gemeindeammann Werner Scherer den Ausgang der Referendumsabstimmung.

Die Idee, die beiden Gemeinden Killwangen und Spreitenbach zu fusionieren wurde ab 2011 entwickelt. Im Juni 2012 genehmigten beide Gemeindeversammlungen einen Projektierungskredit.

Darauf wurde in mehreren Facharbeitgruppen die vor- und Nachteile einer Fusion untersucht. Im September 2015 wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Nun sollte noch ein Fusionsvertrag ausgearbeitet werden, über den die Stimmberechtigten dann entscheiden sollten.

Der Gemeinderat Killwangen sah zu diesem Zeitpunkt in einer Fusion bereits keine grossen Vorteile mehr.

Er stellte der Gemeindeversammlung im Dezember 2015 den Antrag, das Projekt vorzeitig abzubrechen. Diese folgte ihm mit 159 gegen 109 Stimmen.

Darauf ergriff Robert Keller das Referendum. Es kam mit 151 Stimmen zustande, weshalb nun die Abstimmung am Sonntag stattfand.

56,4 Prozent der Stimmberechtigten haben sich daran beteiligt. 434 folgten der Argumentation des Gemeinderates. Damit ist das Fusionsprojekt beendet.

Demokratisch legitimierter Entscheid

«Mein Ziel ist erreicht, jetzt hat sich eine aussagekräftige Mehrheit geäussert», sagt Robert Keller, der das Referendum lanciert hatte.

Damit sei der Entscheid demokratisch gefallen: «Um das ist es mir gegangen.» Das Ergebnis der Gemeindeversammlung war ihm zu wenig repräsentativ.

Für Scherer ist der Entscheid nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein Startsignal: «Wir können nun weiter planen.»

Als Beispiel erwähnt er die Bauverwaltung. Die Gemeinde hat diese an ein Ingenieurbüro ausgelagert.

Aussagen über eine neue Regelung kann Scherer noch keine machen: «Das müssen wir nun im Gemeinderat besprechen.»

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