Neujahrsapéro

Ein Plädoyer für das Wettinger Jubiläumsfest

Gemeindeammann Roland Kuster warb für das Gemeindejubiläum im Jahr 2020 und Gastredner Reto Schmid für Dankbarkeit.

Das grosse Festzelt vor der Kirche St. Anton war geheizt und Punsch oder Marroni gab es gratis, so viel man wollte. «Heute können wir – im Gegensatz zum Gemeindebudget – herzhaft zugreifen», sagte Gemeindeammann Roland Kuster (CVP) sichtlich gut gelaunt.

Überhaupt betonte er in seiner Rede mehrmals, was für eine «Riesenfreude» es sei, im neu zusammengesetzten Gemeinderat zu arbeiten und wie es mit allen rund 160 Mitarbeitenden der Gemeinde «wahnsinnig Spass» mache. Das sei nicht zuletzt auch am Arbeitseinsatz der Gemeinde Wettingen in der Berggemeinde Romoos (LU) im September spürbar geworden. «Unser Einsatz wurde von der ganzen Schweiz notiert, das kann ich Ihnen sagen.»

Das Vertrauen der Bevölkerung ist da

Am Neujahrsapéro vor einem Jahr sei es noch darum gegangen, dass der neue Gemeinderat das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen musste. Das sei nun offenbar gelungen. Einen Rückschlag habe es mit der Abweisung der Abrechnung zur Badenfahrtbeiz «Little Wettige» durch den Einwohnerrat gegeben. «Die meisten Hindernisse konnten wir aber meistern», sagte Kuster.

In den Schulen wolle die Gemeinde weiterhin beste Infrastruktur bieten, die Sozialen Dienste seien mit ihrem neuen, engagierten Chef auf Kurs, den Schleichverkehr habe man einigermassen im Griff und in der Kultur könne die Gemeinde einen Besucherrekord im Gluri-Suter-Huus feiern. Im Tägi befinde sich zudem gerade eine der grössten Baustellen in der Region.

Roland Kuster warb zum Schluss noch fürs Fest zum 975. Gemeindejubiläum im Jahr 2020. Man wollte sich dabei nicht mit der Badenfahrt messen, aber dennoch wünsche er sich, dass der Einwohnerrat «richtig entscheidet» und den Kredit fürs Fest bewilligt.

"Wettingen ist persönlicher als Baden"

Traditionsgemäss sprach im Anschluss ein Überraschungsgast – diesmal ein Badener, «der aber an der Wettinger Landstrasse arbeitet», wie Roland Kuster sagte. Reto Schmid, Inhaber des Geschäfts «Form+Wohnen», bedankte sich dann auch für die Einladung, «obwohl ich ein Badener bin». Er nannte fortan seine zahlreichen Berührungspunkte mit Wettingen. Nicht zuletzt habe er an der Schartenstrasse seine Lehre als Tapezier-Innendekorateur gemacht und sich in Wettingen auch zum ersten Mal richtig verliebt. «Ich blieb später auch so fasziniert von den Wettinger Frauen, dass ich auch eine heiratete», sagte er dann humorvoll.

Mit der Wiedereröffnung seines Geschäfts sei er in Wettingen «sehr gut empfangen» worden. «Wettingen ist da ein Stück weit persönlicher als Baden.» Er sei der Gemeinde deshalb einfach nur dankbar für alles, was sie ihm gegeben habe. In dem Sinne wünsche er sich fürs neue Jahr, dass alle mehr ihre Dankbarkeit pflegen «für das, was wir haben und das, was ist». Das sei wahres Glück.

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