Windisch
Ein gewaltiges Lichtspiel am Tor zum Paradies

Vor 700 Jahren stiftete Königin Elisabeth das Kloster Königsfelden. Als Tor zum Paradies sollte es den Habsburgern dienen. Mit seiner Lichtinszenierung brachte der Lichtkünstler Gerry Hofstetter jetzt längst vergangene Zeiten in die Gegenwart.

Katrina Moser
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Bei der Begrüssung
7 Bilder
Die Kirche in Königsfelden wird mit Kunst beleuchtet
Kirche von innen
Kirche von innen
Kirche von innen
Kirche von innen
Kirche von innen

Bei der Begrüssung

AZ

Mit Knarren und Ächzen schliessen sich kurz nach Sonnenuntergang die hohen Tore der Klosterkirche Königsfelden. Dann öffnet sich das Tor zum Paradies: Lichte Muster verwandeln die Wände und die Decke. Die alten Gemäuer der Kirche tauchen in Farben und Formen ein. Die Kirche erzählt eine Geschichte – ihre eigene Geschichte.

Der Künstler dirigiert das Licht

Nach Sonnenuntergang steht Gerry Hofstetter wie ein Dirigent neben dem Eingangstor und gibt Anweisungen an seine Mitarbeiter, die in der Klosterkirche verteilt, die Projektoren bedienen. Der Lichtkünstler ist weltweit bekannt: Er beleuchtete bereits das Kolosseum in Rom, das Matterhorn und inszenierte Eisberge in der Arktis. Im Takt der Musik wandeln sich die Mauern der Kirche, gleiten Muster und Farben über die Wände. Mittendrin stehen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Dann steht der Mond bereits hoch neben dem Kirchturm und die Lichtinszenierung geht draussen weiter. Farben verwandeln die Kirche in ein fremdes Objekt. Die Besucher können sich dabei mit Suppe wärmen. Denn eines ist sicher: Auch im Paradies ist es im April noch ein bisschen kühl.

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