Valora AG
Die Tage des Kiosks in Oberrohrdorf sind gezählt

Die Valora AG schliesst nach über 30 Jahren die Verkaufsstelle bei der Bushaltestelle im Zentrum. Für die Gewerbefläche gibt es bereits Interessenten.

Carla Stampfli
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Seit 1986 steht der Kiosk im Dorf.

Seit 1986 steht der Kiosk im Dorf.

Für viele Oberrohrdorfer hat es sich so eingebürgert: Beim Kiosk noch kurz einen Snack, eine Zeitung oder ein Päckchen Zigaretten kaufen und dann auf den Bus steigen. Doch damit ist bald Schluss: Die Valora AG, welche die Verkaufsstelle neben der Bushaltestelle an der Ringstrasse betreibt, wird den Kiosk per Ende Jahr schliessen. Wie der Gemeinderat in seinen Nachrichten schreibt, hat sie den Mietvertrag auf diesen Zeitpunkt hin gekündigt.

«Wir bedauern vor allem für die Bevölkerung sehr, dass Valora den Betrieb des Kiosks einstellt», sagt Gemeindeammann Kurt Scherer. Ein kurzer Stopp hätte an der Verkaufsstelle für manche Einwohnerinnen und Einwohner zur Gewohnheit gehört. Schliesslich betreibe das Unternehmen den Kiosk bereits seit 1986 in Oberrohrdorf.

Doch weshalb stellt das Unternehmen, das mit über 800 Verkaufsstellen in der Schweiz das grösste Kiosknetzwerk betreibt, die Filiale ein? Valora teilt auf Anfrage mit, dass diese aus kommerziellen Gründen geschlossen wird. «Ausschlaggebend dafür sind tiefere Kundenfrequenzen und neue Konkurrenzangebote», sagt Mediensprecher Lukas Mettler. Er stellt aber klar, dass sowohl die Verkaufsstellenleiterin als auch alle Angestellten im Raum Baden weiterbeschäftigt würden.

Die Liegenschaft an der Ringstrasse 1, in welcher der Kiosk seit über 30 Jahren eingemietet ist, gehört der Gemeinde. Was passiert nun mit der Gewerbefläche? Kurt Scherer sagt, dass es bereits zwei Interessenten gebe. Um welche Art Gewerbe es sich dabei handelt, verrät der Gemeindeammann noch nicht: Man werde die Angebote prüfen und zu gegebener Zeit informieren.