Baden

Die Kantonsschule braucht eine neue Doppelhalle — der Stadtrat sieht eine Chance

Voraussichtlich ab 2027 sollen auf dem Areal der Kanti Baden neuer Schulraum und eine neue Doppelhalle nutzbar sein.

Voraussichtlich ab 2027 sollen auf dem Areal der Kanti Baden neuer Schulraum und eine neue Doppelhalle nutzbar sein.

Der Kanton plant auf dem Areal der Kanti Baden einen Erweiterungsbau, der Stadtrat sieht darin eine sportpolitische Chance. Der Verpflichtungskredit muss vom Einwohnerrat genehmigt werden.

In Baden wird eine neue Sporthalle entstehen. Wie gross diese sein wird, ist derzeit noch offen. Klar ist, dass der Kanton auf dem Areal der Kantonsschule Baden unter anderem eine neue Doppelturnhalle bauen will. Für den schulischen Sportunterricht benötigt er allerdings nur eine Doppelhalle des Typs A (32,5 × 28 Meter).

Hier kommt der Stadtrat ins Spiel: «Im Rahmen der Erweiterung der Kantonsschule Baden besteht nun die sportpolitische Chance, anstelle einer Doppelhalle A eine ­grössere Doppelhalle B (44 × 23,5Meter) zu realisieren.» Somit könnte für den Vereinssport eine weitere Grossfeldhalle zur Verfügung gestellt werden.

Natürlich wäre eine Halle des Typs B mit mehr Kosten verbunden. Deshalb müsste die Stadt einen Beitrag an die Erstellung leisten. Der Stadtrat wird an der nächsten Einwohnerratssitzung das Parlament um einen Verpflichtungskredit von maximal 1,136 Millionen Franken bitten. Dieser läuft über 20 Jahre, was einem jährlichen Beitrag von 56'820 Franken entspricht. Hinzu kommen die jährlich wiederkehrenden Nutzungskosten von 6500 Franken.

Gemeinsame Lösung realisierbar

Das Sportanlagenkonzept der Stadt Baden zeigt, dass eine grosse Nachfrage nach einer weiteren Grossfeldhalle in Baden vorhanden ist. Vor allem die populären Sportarten Handball und Unihockey benötigen ein wettkampftaugliches Grossfeld. Die Bestrebung der Stadt, mit Beteiligung des Kantons eine neue Dreifachsporthalle in der Aue zu verwirklichen, ist am Nein des Regierungsrats gescheitert. Der Stadtrat hat zwar im März 2020 entschieden, die Aue zumindest zu sanieren. Dadurch entsteht aber nicht mehr Hallenfläche.

Nun scheint doch eine gemeinsame Lösung realisierbar. Der Kanton plant für die Kanti Baden einen Erweiterungsbau mit Schulraum für 16 Abteilungen und mit der genannten Doppelhalle. Denn die bestehenden Provisorien (Schulraum für acht Abteilungen und eine Sporthalle) müssen aufgrund der befristeten Baubewilligung bis Sommer 2027 zurückgebaut werden.

Stadt und Kanton teilen sich die Mehrkosten

Eigentümerin der neuen Halle wäre der Kanton Aargau, welcher für Betrieb und Unterhalt zuständig ist. Ausserhalb der Schulzeiten könnte die Halle für den Vereinssport angemietet werden. Die Stadt hat mit dem Kanton die Modalitäten bereits verhandelt und teilt mit: «Das Angebot wird als sehr attraktiv erachtet.» Mit dem Verpflichtungskredit übernähme die Stadt 50 Prozent der Mehrkosten, die durch den grösseren Hallentyp entstehen. Im Gegenzug erhält Baden einen Nutzungsvorrang für die städtischen Vereine von 2 ½ Abenden pro Woche.

Der Projektwettbewerb wurde schon am 24. Juli 2020 publiziert und beinhaltet bereits die vom Stadtrat gewünschte grössere Doppelhalle B. Sollte der Verpflichtungskredit durch den Einwohnerrat nicht bewilligt werden, will der Regierungsrat allerdings schadlos bleiben. Er verlangt bei einem Rückzug Badens die Übernahme der Mehrkosten hinsichtlich Projektüberarbeitung.

Da es sich beim Verpflichtungskredit über maximal 56'820 Franken um eine jährlich wiederkehrende Ausgabe handelt, die 0,4 Prozent des budgetierten jährlichen Steuerertrags übersteigt, muss diese vom Einwohnerrat genehmigt werden.

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