Baden

Die grüne Welle ist auch im Wohnzimmer angekommen

Die Photovoltaikanlagen der Regionalwerke AG auf dem Parkhaus Gartenstrasse.

Die Photovoltaikanlagen der Regionalwerke AG auf dem Parkhaus Gartenstrasse.

Wer Strom aus Photovoltaikanlagen ins Netz der Badener Regionalwerke speist, soll bereits ab 1. Januar besser als bisher entschädigt werden.

Was sich in der Badener Politik Ende 2019 abspielt, wäre noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen: Grüne Anliegen werden erst von einer Mehrheit im Parlament unterstützt und danach vom Stadtrat im Schnellzugtempo umgesetzt.

Konkret soll bereits ab Januar mehr Geld als bisher erhalten, wer Strom aus Photovoltaik­anlagen ins Netz der Badener Regionalwerke einspeist. Und eine weitere Forderung von Links-Grün, vor wenigen Wochen eingereicht, stösst beim Stadtrat auf Gehör: Ein Teil des Gasmixes, der zu Heizzwecken angeboten wird, besteht ab dem 1. Januar neu standardmässig aus Biogas.

Zwar müssen diese Massnahmen vom Einwohnerrat an der Sitzung Mitte Dezember noch definitiv abgesegnet werden. Doch die Chancen, dass das Parlament grünes Licht geben wird, schätzen die Urheber der Vorstösse momentan als gut ein.

Woran das liegt? Bei den Vorstössen handelt es sich nicht um reine Symbolpolitik wie die vielerorts gehörte unsägliche Forderung, den Klimanotstand auszurufen. Stattdessen setzen die Initianten in Baden auf liberale Modelle. So besteht beispielsweise für die Kunden von Heizgas die Möglichkeit, auf Biogas zu verzichten.

Es sind kleine Schritte, die hier in Richtung einer nachhaltigen Energiepolitik gemacht werden. Aber was vor einigen Jahren undenkbar war, wird in wenigen Wochen Tatsache sein: Die grüne Welle kommt jetzt auch in den Wohnzimmern an.

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