Baden

Die Barrieren beim Gstühl stehen noch nicht lange – und schon bald dürften sie wieder weg sein

Die Barrieren sollen Velofahrer zum Bremsen animieren.

Um das Tempo der Velofahrer zu reduzieren wurden im letzten Herbst zwei Barrieren in der Unterführung angebracht. Eine ist oft eingeklappt.

Als der Badener Stadtrat vergangenen Herbst in der Gstühl-Unterführung zwar das Velofahrverbot aufhob, gleichzeitig aber zwei Barrieren anbrachte, dauerte es nicht lange, bis es Kritik hagelte.

Allen voran der Quartierverein Martinsberg störte sich an der Massnahme. Denn für die Quartierbewohner vom Martinsberg und von der Allmend bildet die Unterführung einen wichtigen Durchgang zum Bahnhof in die Innenstadt.

Der Quartierverein hatte zwar Verständnis für das Anbringen der Barrieren, störte sich aber daran, dass er nicht informiert worden sei. Zudem wurde moniert, dass die Barrieren zu eng aufeinander angebracht seien und so mit Veloanhängern oder Cargobikes nicht passiert werden könnten.

Alt-Nationalrat Jonas Fricker bezeichnete die Barrieren gar als «Schikane». Der Quartierverein forderte den Stadtrat denn auch auf, diesen «übereilten städtebaulichen Missgriff» zu beheben.

Die Kritik blieb nicht ohne Reaktion: Rund einen Monate später wurde der Abstand der beiden Barrieren vergrössert. Kostenpunkt für die ganze Übung: 6000 Franken.

Doch die eine Barriere ist immer wieder eingeklappt, wodurch der ursprüngliche Effekt, nämlich Velofahrer abzubremsen, nicht mehr erzielt wird.

«Die Barrieren wurden angebracht, um Kollisionen zwischen Fussgängern und Fahrradfahrern zu verhindern», sagt Hermann Blaser, stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei Baden. Es habe in der Vergangenheit immer wieder solche Vorfälle gegeben.

Ziel bleibt die Temporeduzierung

«Aufgrund von Sachbeschädigung musste der rechte Teil der Barriere diesen Frühling neu montiert, respektive die Wandverankerung neu betoniert werden», so Blaser. Bis der Beton wieder belastbar gewesen sei und das rechte Tor erneut montiert werden konnte, sei das Tor offengeblieben.

«Bei der Sachbeschädigung wurde mit grösster Wahrscheinlichkeit das Tor von oben belastet und löste sich so aus der Betonverankerung.»

Doch inzwischen dürfte der Beton getrocknet sein. Weshalb ist die eine Barriere immer wieder eingeklappt? «Die eine Barriere lässt sich aufgrund einer defekten Kette öffnen und schliessen», erklärt Blaser.

Es würden aber ohnehin bis Ende Monat bauliche Veränderungen umgesetzt. «Dann wird aus einem viel diskutierten Provisorium eine feste Installation mit klarer Leitung der Fahrradfahrer und Fussgänger», verspricht Blaser.

Wie genau die Lösung aussehen wird, will Blaser noch nicht verraten. Nur so viel: «Die Situation wie sie sich jetzt zeigt, wird geändert. Somit wird die jetzige Barriere Geschichte sein.»

Die neue Umsetzung werde ebenfalls eine Temporeduzierung für Fahrradfahrer vorsehen aber zugleich auch eine neue Lenkung für Fussgänger. «Nach wie vor ist die Sicherheit und Verhinderung von Kollisionen durch Fahrradfahrer und Fussgänger das Thema. Bei der neuen Variante wurden die Erfahrungen aus der bisherigen Installation einbezogen und verbessert.»

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