Spreitenbach
Der Postanhänger dient ihm als mobiles Büro für die Bevölkerung

Im Spreitenbacher Langäckerquartier beginnt die zweite Realisierungsphase des Projet urbain. Jasper Haubensak ist Leiter des Projekts und oft mit einem etwas speziellen mobilen Büro unterwegs.

Dieter Minder
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Jasper Haubensak ist mit seinem Postanhänger in Spreitenbach unterwegs
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Jasper Haubensak ist mit seinem Postanhänger in Spreitenbach unterwegs.
Jasper Haubensak ist mit seinem Postanhänger in Spreitenbach unterwegs.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.
Das Langäckerquartier in Spreitenbach, in dem das Projet urbain realisiert wird.

Jasper Haubensak ist mit seinem Postanhänger in Spreitenbach unterwegs

Alex Spichale

«Wir wollen die Lebensqualität der Quartierbewohner erhalten und steigern, die gesellschaftliche Integration verbessern, also den Zusammenhalt fördern», sagt Jasper Haubensak. Er ist als Leiter Quartierentwicklung für das Projet urbain der Gemeinde Spreitenbach zuständig. «Das Projekt ist mit Jasper Haubensak in eine neue Phase getreten, jetzt sollen die in der 1. Phase geplanten Massnahmen umgesetzt werden», sagt Gemeindeammann Valentin Schmid.

Zur Person

Jasper Haubensak (1981) ist in Zürich geboren. Er schloss die Schulzeit mit der neusprachlichen Matura ab. Nach einem Musikstudium in London beteiligte er sich an Kulturprojekten in der Stadt Zürich. Von 2006 bis 2011 absolvierte er berufsbegleitend das Studium Soziale Arbeit in der Fachrichtung Soziokulturelle Animation an der Hochschule Luzern. Seit mehreren Jahren ist er in der Quartierarbeit für ein Zürcher Gemeinschaftszentrum tätig. (az)

Heute Mittwoch ist Haubensak erstmals mit seinem mobilen Büro im Quartier unterwegs. «Ich will sichtbar sein, auffallen und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt kommen», sagt Haubensak. So will er deren Bedürfnisse kennenlernen. Als mobiles Büro dient ihm ein ehemaliger Postanhänger. «Im Anhänger habe ich Flyer, einfache Bastelartikel, Bälle und Geschicklichkeitsspiele.» Über dieses niederschwellige Angebot will er zuerst die Kinder erreichen. «Sie sind der Weg, um auch Kontakte zu den Erwachsenen knüpfen zu können.» Sein übergeordnetes Ziel ist die Partizipation der Einwohnerinnen und Einwohner: «Die Leute sollen ihre Lebenswelt mitgestalten.»

Valentin Schmid kann sich vorstellen, dass einmal ein Quartierverein gegründet wird, der Aktivitäten übernimmt. Im Zentrum der Aktivitäten steht dabei das Quartierzentrum Langäcker. Seit rund anderthalb Jahren ist darin jeden Mittwoch Nachmittag die Cafébar geöffnet. Initiiert mit dem Projet Urbain, wird sie von einer Gruppe Frauen betrieben. Im Zentrum Langäcker befinden sich weiter das Büro der Jugendarbeit, die Gemeindebibliothek, Schulräume und eine Freizeitwerkstatt. Das Quartierzentrum wurde in den 1970er-Jahren erstellt.

Am Projet urbain, das vom Bund lanciert wurde, beteiligen sich mehrere Kantone und Gemeinden. «Es ist ein Querschnittprojekt, das auch die Raumplanung, die städtebauliche Entwicklung und die soziale Entwicklung umfasst», sagt Schmid. Spreitenbach ist sei fast zwei Jahren beteiligt. Bisher fungierte Bauverwalter Oliver Lovisetto zugleich als Projektleiter, jetzt hat Haubensak diese Aufgabe übernommen. Das Projekt umfasst folgende Teilprojekte: Cafébar Langäcker; Zukunft Stockwerkeigentum; Freiraumkonzept; Langsamverkehr und Vision Langäcker 2030.

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