Vor neun Tagen hat die Polizei den 44-jährigen Massimiliano P. verhaften können. Der wird verdächtigt, am Dienstag, 24. Juni, eine Tankstelle in Spreitenbach sowie zwei Tage später die UBS-Filiale in Wettingen überfallen zu haben

Nun zeigt sich: Der Mann ist bei den italienischen Ermittlern kein Unbekannter. Im April 2005 wurde er wegen Drogendelikten in Italien zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem gehen mehrere Raubüberfälle in den letzten Jahren auf sein Konto. Das berichtet "Blick"

Als Mitglied einer Drogenbande habe er Marihuana von Albanien  nach Sizilien geschmuggelt. Im März 2004 allerdings entdeckten Carabinieri im Hafen von Catania (I) nicht weniger als 404 Kilogramm Drogen. Dabei sei Massimiliano ins Visier der Ermittler geraten. Zirka ein Jahr vor dem Urteil hat er die Tochter von Antonino T., dem Paten eines Mafia-Clans von Catania, geheiratet. 

Verfolgungsjagd mit Polizei

Nach Verbüssung seiner Strafe soll er am 26. Januar 2013 mit einem Komplizen das Postamt von Montesilvano überfallen haben. Später schlägt das Duo innerhalb von drei Stunden bei den drei Postämtern von Francavilla del Mare und Pescara. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei werden die Räuber festgenommen, kommen allerdings wieder auf freien Fuss. 

Im Juli 2014 zerschlägt die italienische Polizei in Messina einen Drogenring. Massimiliano P. soll zu den Verdächtigen gehören. 

Das Postamt von Montesilvano überfällt Massimiliano P. ein weiteres Mal, mit einem anderen Partner. Dabei schiesst ihm ein Polizist ins Bein. Nach der Untersuchungshaft kommt er aber wieder frei. Warum, dazu hat der italienische Staatsanwalt Salvatore Campochiaro "keinen Kommentar" abgegeben, wie "Blick" schreibt. 

Wegen Fahrweise aufgefallen

Vor seiner Verhaftung im Aargau war der Italiener einer Patrouille der Kantonspolizei aufgefallen. Dies wegen seiner unsicheren Fahrweise im Bözbergtunnel auf der Autobahn A3 in Richtung Basel.

Bei seiner Verhaftung stellten die Beamten eine kleine Menge Kokain sowie mehrere hundert Franken Bargeld sicher.

Bei den zwei Überfällen hatte der Täer einige Tausend Franken erbeutet. Verletzt wurde dabei niemand. Als Tatverdächtiger identifiziert werden konnte Massimiliano P. auch dank der Mithilfe des Swiss Casinos Zürich, wo er in den vergangenen Wochen mehrere Male ein- und ausgegangen war.