Wettingen

Das Tägi soll nochmals geplant werden

Das Projekt Moraillon soll überarbeitet werden. ZVG

Das Projekt Moraillon soll überarbeitet werden. ZVG

Der Einwohnerrat soll 594000 Franken für die weiteren Arbeiten bewilligen. Damit soll aus dem an der Urne abgelehnten Projektentwurf ein neues Projekt entwickelt werden. Eine Begleitkommission soll die Planung unterstützen,

58 Prozent der Wettingerinnen und Wettinger haben das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt Tägi an der Urne abgelehnt. Damit beginnt die Planung erneut, nicht ganz auf Feld 1, aber doch wieder relativ deutlich am Anfang. Als Erstes muss nun der Einwohnerrat 594000 Franken bewilligen, damit das Projekt Moraillon überarbeitet werden kann. Wie es danach weiter gehen könnte, ist im Terminplan (siehe Textbox) skizziert, der Teil der Einwohnerratsvorlage ist.

Preis soll deutlich sinken

Auf die Ablehnung des Projektierungskredites Moraillon von 5,72 Millionen Franken reagierte der Gemeinderat mit einer repräsentativen Umfrage, durchgeführt von der Iso Public (az vom 1.12.). Dabei sprach sich die Mehrheit zu Gunsten von Wasser- und Eissport im Tägi aus. Die Mehrheit zeigte sich auch bereit, für das Projekt Tägi den Steuerfuss anzupassen. Dagegen stiessen das Aussenwarmbecken und die Multifunktionalität der grossen Halle auf Ablehnung. Der grösste Kritikpunkt am Projekt waren jedoch die Gesamtkosten von über 80 Millionen Franken. Konsequenterweise schreibt der Gemeinderat: «Die Kosten für das überarbeitete Projekt müssen deutlich gesenkt werden.»

Ein Eingang für das ganze Tägi

Die Umfrage hat ergeben, so stellt der Gemeinderat in der Einwohnerratsvorlage fest, dass die Bereiche Schwimmen, Saalnutzung und zentraler Eingang als Drehscheibe unbestritten sind. Diese sollen deshalb auch Teil des überarbeiteten Projektes sein.

Der Gemeinderat will weiter prüfen lassen, ob die Sanierung und Erweiterung des Tägi in abstimmungsfähige Teilprojekte unterteilt werden kann. In der Umfrage wurde unter anderem kritisiert, dass die Stimmberechtigten nur Ja oder Nein sagen konnten. Dabei standen wiederum die Multifunktionalität der Eishalle und das Aussenwarmbecken im Vordergrund. Letzteres war bereits früher im Einwohnerrat kritisiert worden. Dabei stand vor allem die ökologische Frage im Vordergrund. Deshalb ist der Verzicht auf das Aussenwarmbecken ein Aspekt der weiteren Planung. Im Bereich der Eisfelder sollen mehrere Varianten untersucht werden. Anstelle der Mehrzweckhalle wird eine kleinere Eishalle ins Auge gefasst. Dies wird sich auch auf die Tiefgarage auswirken.

Kommission ernannt

Bereits hat der Gemeinderat eine Begleitkommission für die weitere Projektierung berufen. Zu deren Mitgliedern zählen neben Exekutiv- und Legislativpolitikern auch Mitglieder der Befürworter und der Gegner des an der Urne abgelehnten Projektes. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung besser berücksichtigt werden.

Einwohnerratssitzung: 24. Januar,
19 Uhr, Rathaussaal.

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