21 Jahre lang wurden an der Bahnhofstrasse 6 Wohnaccessoires und Lebensmittel verkauft. Letztes Jahr zog der Laden «Terra Ambiente» in die Nummer 14 der Strasse weiter, weil das Gebäude einem Neubau weichen wird (die AZ berichtete).

Um die Zeit bis zum Baustart zu überbrücken, liess Eigentümer Felix Meier an der Nummer Sechs die «Villa Paul», die sich selbst als kleinstes Kaufhaus der Schweiz bezeichnet, für drei Monate als Pop-up-Store einziehen. So werden Läden genannt, die nur eine begrenzte Zeit lang betrieben werden.

Im Juni soll dann mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. «Geplant ist, im Herbst 2020 die entstehende Fläche neu nutzen zu können», sagt Martin Leder vom Architekturbüro Meier Leder, das den Neubau plant und realisiert. Bevor die Abrissarbeiten beginnen, dient der Raum im Parterre nochmals einem Geschäft.

Freund bringt Umzugsidee

Für drei Wochen zügelte Karin Schmidt ihr Laden-Sortiment von «Agapé Beauty» von ihrem Standort an der Bahnhofstrasse 46 beim Casino an den Schlossbergplatz. Zu dieser spontanen Gelegenheit sei sie über ihren Freund gelangt: «Pius, der Wirt vom Stadtbistro Isebähnli, hörte vom Architekturbüro Meier Leder, dass die Räumlichkeit noch leer stehe. Also fragte ich an.»

«Das ist eine Chance»: Karin Schmidt eröffnet am Schlossbergplatz einen Pop-up-Store

Schmuck, Kosmetik und Bademode: Karin Schmidt im Video-Interview über ihr Ladenkonzept

Auch der Raum vom Capworld-Laden sei eine Option gewesen, da habe jedoch bereits eine gewisse Infrastruktur gefehlt. Dieser andere Standort für begrenzte Zeit ist für die Badenerin eine gute Gelegenheit, ihren Produkten mehr Aufmerksamkeit zu verleihen.

Umzug ist kein Thema

Ihr Geschäft beim Casino wird sie trotz schlechterer Lage weiterhin behalten: «Ich habe auch meinen Verlag dort und den Schmuckhandel.» Schmidt ist Verlegerin des Beauty- und Lifestyle-Magazins «Dolce Vita». Beim Magazin sieht Schmidt auch ihre Zukunft: «Nach dem Pop-up-Laden möchte ich nur noch auf mein Magazin und den Vertrieb der Schmuckmarke von Izabel Camille setzen.»

Das Kosmetikangebot von «Agapé Beauty» werde bereits durch die Kosmetikerin Milena Baratta betreut, die in ihrem Laden für drei Wochen arbeitet. Zudem sei der Verkauf von Bademode, die Schmidt im Sortiment hat, neben den Grossverteilern schwierig.

Noch bis spätestens 18. Mai zeigt die 54-Jährige ihre Ware im Pop-up-Store. Sie bietet Bademode von Banana Moon, dänischen Schmuck von Izabel Camille oder auch die vegane Schweizer Kosmetikmarke Hanzz+Heidii an.

Auch Wein und Olivenöl aus Norditalien stehen zum Verkauf. Der Wein kann an den Samstagen im Laden degustiert werden. Ihr provisorisches Geschäft ist jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 17 Uhr.