Baden
CVP verjüngt ihre Spitze: Possenti und Binder als Co-Präsidenten

Geht es nach dem Willen des CVP-Vorstands, wird die Generalversammlung der Stadtpartei am 19. Mai erstmals ein Co-Präsidium an ihre Spitze wählen. Simon Binder und Carlo Possenti wollen sich die Parteileitung teilen.

Roman HUber
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Simon Binder (l.) und Carlo Possenti wollen Co-Präsidenten werden

Simon Binder (l.) und Carlo Possenti wollen Co-Präsidenten werden

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Simon Binder und Carlo Possenti, beide mit Jahrgang 1986, haben politische Luft bereits anlässlich der vergangenen Einwohnerratswahlen geschnuppert, sind motiviert, sich für Partei und Stadt sowie deren Bevölkerung zu engagieren. Sie treten die Nachfolge des neu gewählten Stadtrats Matthias Gotter an, der nach acht Jahren das Parteipräsidium niederlegt.

Er hinterlasse eine gesunde und breit abgestützte Stadtpartie und könne sich nun ganz dem Exekutivamt in der Stadt Baden widmen, erklärt Gotter. «Ich freue mich darüber, dass der CVP Baden mit dieser Nomination der Generationenwechsel gelungen ist», fügt der Stadtrat an. Gotter ist überzeugt, dass der frische Wind der Partei guttun werde und dass sie mit den beiden Co-Präsidenten ein initiatives und politisch sehr interessiertes Duo bekomme.

Politisch infiziert und motiviert

Binder und Possenti bestritten miteinander den Einwohnerratswahlkampf 2013. Sie wurden zwar nicht gewählt, holten sich jedoch mit ihrem frischen Auftritt «Man kann unsere Plakate übermalen» die Aufmerksamkeit. «Wenn man sich in der Stadt Baden engagieren und etwas bewegen möchte, ist die Mitarbeit im Vorstand ein idealer Ort», sagt Simon Binder zu seiner Motivation. Dass er das Präsidium mit seinem langjährigen Kollegen Carlo Possenti übernehme, sei ideal, da man sich perfekt ergänze. Wenn sie auch gleich alt seien, die Mitte in der politischen Landschaft, die CVP und deren lösungsorientierte Politik bevorzugen würden, seien sie keine «Siamesischen Zwillinge». Politische Diskussionen hätte sie bereits in ihrer Kantonsschulzeit begleitet. «Wir werden aber innerhalb des Vorstands sicher unsere eigenen Standpunkte vertreten.»

Gemein haben die beiden Jungpolitiker vor allem die Liebe zur Stadt Baden und ihrer Bevölkerung. Den politischen Virus bekam Simon Binder bereits in die Wiege gelegt, waren doch dessen Grossväter Julius Binder (alt Ständerat) und Anton Keller (alt Nationalrat) jahrelang in der nationalen Politik tätig, und Politik war durch Vater Andreas Binder (alt Einwohner- und Grossrat) sowie Mutter Marianne Binder (Grossrätin, Kommunikationschefin der CVP Schweiz) am Familientisch ein allgegenwärtiges Thema. Binder hat ein Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen und ist derzeit im Bereich Kommunikation und Kampagnenarbeit wissenschaftlich tätig.

Carlo Possenti hatte mit seiner Maturarbeit die damals grösste kantonseigene Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kanti Baden initiiert. Er wird diesen Frühling sein Studium der Volkswirtschaftslehre abschliessen. Baden schaffe es «auf eine unvergleichbare Weise, die Urbanität einer Zentrumsstadt und den Charme eines familiären Dorfes elegant zu vereinen», beschreibt er seine Sympathien für die Stadt.

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