Migrationspolitik

Cédric Wermuth: «Die Asylfrage ist nicht lösbar»

SP-Nationalrat Cédric Wermuth

SP-Nationalrat Cédric Wermuth

SP-Nationalrat Cédric Wermuth kritisiert die neue Stossrichtung seiner Partei. Anstatt sich auf die Asyldebatte einzulassen, sollte sich die SP seiner Meinung für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands einsetzen.

Die Gelegenheit, in der Krise ein neues wirtschaftspolitisches System aufzuzeigen habe man verpasst, sagt der Badener Politiker gegenüber Tele M1. «Jetzt diskutieren wir über das Asylwesen. Das bringt uns nicht weiter»

Die Asylfrage sei nicht lösbar, so Wermuth. «Das Problem ist: niemand getraut sich das den Leuten zu sagen.» Die Flüchtlingsströme entwickelten sich unabhängig von den Verschärfungen in der Schweiz. Dagegen helfe nur, den Wohlstand gerechter zu verteilen.

Cédric Wermuth in der Sendung «Fokus»

Cédric Wermuth in der Sendung «Fokus»

Indem sich die Parteispitze der Asylproblematik annehme, kusche sie vor der Rechten, hatte Cédric Wermuth zuvor im «Blick» kritisiert. SP-Parteipräsident Christian Levrat relativiert: «Es gibt keine generelle Verschärfung unserer Position im Asylbereich. Es gibt nur punktuellen Handlungsbedarf», äusserte er sich im Interview mit der Boulevardzeitung.

Am kommenden Wochenende sollen die Delegierten am Parteitag in Lugano ein entsprechenes Migrationspapier verabschieden. (cze)

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