Wettingen

Brot und Spiele in Wettingen — 2020 wird über einen höheren Steuerfuss abgestimmt

Roland Kuster präsentiert den Jubiläumswein zum diesjährigen 975. Geburtstag der Gemeinde Wettingen

Roland Kuster präsentiert den Jubiläumswein zum diesjährigen 975. Geburtstag der Gemeinde Wettingen

Im grössten Aargauer Dorf wird dieses Jahr über einen höheren Steuerfuss abgestimmt, aber auch ein grosses Jubiläum gefeiert.

«2020 ist für Wettingen ein ganz besonderes Jahr», betonte Gemeindepräsident Roland Kuster vor Hunderten von Einwohnern im weissen Festzelt, das extra für das Neujahrskonzert der argovia philharmonic im Areal der Kirche St.Anton aufgebaut worden war.

Die grosse Herausforderung: Am 9. Februar findet die Volksabstimmung über das neu überarbeitete Budget des Gemeinderats statt. Mit der Erhöhung des Steuerfusses von 95 auf 100 Prozent sollen Mehreinnahmen von 2,5 Millionen Franken generiert werden, die für den Schuldenabbau nach einer investitionsreichen Zeit benötigt werden.

«Finanziell liegt ein schwieriges Jahr vor uns. Aber wir haben uns im Gemeinde- und Einwohnerrat zusammengerauft und legen Ihnen nun ein bereinigtes Budget vor, mit der Bitte es anzunehmen», sagte Kuster mit Nachdruck und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: «Dann können wir Ihnen auch nächstes Jahr wieder einen Neujahrsapéro ausschenken.»

Der perfekte Übergang zum 975. Geburtstag, den die Gemeinde Wettingen dieses Jahr feiert. Die Gästeschar verkostete dazu bereits den extra dafür gekelterten Jubiläumswein. Mitte August findet ein grosses Fest unter dem Motto «Atmosphäre» statt.

Die Jubiläumsfahne auf dem Rathaus weht schon. Speziell für das Publikum hisste Kuster ein zweites Banner im Zelt. Zu Hilfe kam ihm dabei der frisch zum Aargauer Landammann gewählte Markus Dieth, was am 14. Januar in der Doppelturnhalle der Bezirksschule gross gefeiert wird.

Die traditionelle «besondere Ansprache», mit der sich Wettinger Einwohner «Luft» machen dürfen, hielt diesmal der Bildhauer Cesco Peter. Er forderte mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit für Bestehendes. Und: «Streicht einmal mehr über das Haupt eines Menschen, der Euch lieb ist, statt über den Touchscreen Eures Handys.»

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