Baden

Bluesfestival: Organisatoren wollen mehr junge Zuschauer

Auch Junge interessieren sich für Bluesmusik. Im Bild: Frank Bey (mitte) zusammen mit der Anthony Paule Band.

Auch Junge interessieren sich für Bluesmusik. Im Bild: Frank Bey (mitte) zusammen mit der Anthony Paule Band.

Die Organisatoren des Bluesfestival Baden eruieren, wie das Festival auf junge Besucher wirkt. In einem Workshop tauschten sich die Organisatoren mit jungen Erwachsenen aus. Die Resultate sollen in die Planung der kommenden Festivalausgaben einfliessen.

Mit Freude blicken die Organisatoren auf das Bluesfestival Baden 2014 zurück. Bereits laufen die ersten Planungen für die kommende Ausgabe des Musikfestivals.

Mit der Auswertung der letzten Wochen will man Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen. «In den nächsten vier Jahren wollen wir möglichst viele junge Zuschauer ans Bluesfestival locken», sagt Susanne Slavicek, Geschäftsleiterin des Bluesfestival Baden.

Um zu erfahren, wie die Veranstaltung auf junge Erwachsene wirkt, luden die Organisatoren junge Musikliebhaber ans Freitagskonzert im Nordportal ein. Sie sollten sich dabei Gedanken machen, wie das Festival für die Jugend attraktiver gemacht werden könnte. Dabei bewerteten sie das musikalische Angebot, die Infrastruktur im und um das Nordportal sowie die Kommunikation und Werbung des Festivals. In einem Workshop tauschten sie die Erkenntnisse mit den Organisatoren aus.

Junge interessieren sich für Blues

Eine der Haupterkenntnisse für die Veranstalter war, dass entgegen anderen Meinungen Junge sehr wohl an Blues interessiert sind. Besonders geschätzt haben die jungen Zuschauer die grosse musikalische Vielfalt. Die Besucher hatten die Möglichkeit, vom Bluesrock bis zum klassischen Blues alles zu hören.

«Das abwechslungsreiche Programm zeichnet unser Festival aus», sagt Slavicek. Auch das gute Essen wurde bemerkt. Trotzdem sieht Slavicek noch Entwicklungspotenzial: «Es gibt Überlegungen zu Crossover-Projekten.» So könnte zum Beispiel ein DJ mit Bluesmusikern auftreten – in einem anderen Lokal und zu einer späteren Zeit.

«Ein solcher Anlass entspräche eher den Ausgangsbedürfnissen der Jugend und wäre eine mögliche Erweiterung unseres Angebotes», sagt Slavicek. Das Ziel sei jedoch nicht, das Festival grundlegend zu verändern, sondern eine gute Durchmischung im Publikum zu erreichen.

Kritisiert wurde der Webauftritt des Bluesfestivals. «Die Website entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen», sagt Slavicek. Man habe das Ziel, im nächsten Jahr eine modernere Website zu präsentieren. Allgemein wünschen sich die jungen Besucher eine schlankere Werbung. Ihnen reiche es, über Zeit, Ort und Namen der Künstler informiert zu werden. «Textlastige Programmhefte lesen sie kaum», sagt Slavicek.

In diesem Jahr haben die Organisatoren mit vergünstigten Tickets versucht, Junge ans Festival zu bringen. Das wird auch in Zukunft so bleiben.

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