Baden

Beim KMU Swiss Forum wird hart mit den Banken ins Gericht gegangen

In Baden gab es am ersten Tag des 10. KMU Swiss Forums ein Stelldichein ehemaliger Referentinnen und Referenten. Dabei sparte Jürg Brand, VR-Präsident der von Roll infratec AG nicht mit Kritik an Griechenland, den Euroländern aber auch an den Banken.

Veränderungen bergen immer gewisse Risiken, doch weit risikoreicher ist es für KMUs, im Status quo zu verharren. Dies könnte leichthin als erstes Fazit der Referentinnen und Referenten am Eröffnungstag des 10. KMU Swiss Forums gezogen werden.

Interview mit Moderator Hugo Bigi

Interview mit Moderator Hugo Bigi

Das Motto der diesjährige Plattform für Unternehmerinnen und Unternehmer, die ausnahmsweise über zwei Tage geht, steht denn auch unter dem Thema «Risiko oder Status quo?». Zum Auftakt referierten Persönlichkeiten, die im Laufe der vergangenen Foren bereits am Rednerpult gestanden hatten. Sie berichteten über positive und negative Erfahrungen oder hielten aufgrund jüngster und aktueller Veränderungen Ausblick.

Auch Hugo Bigi jubiliert mit

Wenn auch das KMU-Forum stets für künftiges Handeln gedacht ist, so wurde doch kurz Rückschau gehalten. Aus einer zufälligen Begegnung mit Initiant Armin Baumann sei vor 10 Jahren eine Zusammenarbeit entstanden, für die heute noch kein Vertrag bestehe, schildert Moderator Hugo Bigi quasi seine eigene Geschichte am Forum. Erneut leitete er gekonnt von Referent zu Referent über und hakte danach mit seinen Fragen geschickt nach. Susanne Slavicek wollte als COO von KMU Swiss AG nach vorne blicken und umriss kurz die neusten Pläne für die Plattform.

Der erste Tag stünde unter dem Motto «jeder erhält eine zweite Chance», kündigte sie den Reigen der Referenten an, die alle bereits einmal in der Trafohalle am Mikrofon gestanden hatten. Und sie nutzten auch diese Chance.

Auf spannende und emotionale Weise schilderte Hans-Peter Bolliger den steilen Aufstieg, die Turbulenzen und dann die neuerliche Erfolgsstory seiner Mikromobilitätsgeräte, weltweit bekannt als Micro Scooter.

Erst Produktion, dann Köpfe

«Wenn Vertrauen da ist, braucht es keine Deckung», setzte Jürg Brand an den Anfang seiner Ausführungen über Gold, Geld, Konfusion und daraus resultierender Gefahren. Anhand der Eurokrise, die hierzulande eine Deindustrialisierung in Gang gesetzt hat, machte der vonRoll-VR-Präsident Überlegungen, wie sich Unternehmen in einer Welt des Umbruchs positionieren können. Er warnte vor der weiteren Auslagerung der Produktion, denn dieser würden die Köpfe folgen.

Mit Gabriela Manser, CEO und VR-Präsidentin der Mineralquelle Gontenbad AG, Christian Keller (Keller AG Ziegeleien), Barbara Artmann (Künzli SwissSchuh AG) und Giacomo Garaventa vermochte der erste KMU-Swiss-Forumstag die Reihen in der Trafohalle weiter zu fesseln.

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