Fluglärm

Baden Regio wehrt sich mit Einsprache gegen neues Abflugregime des Flughafens Zürich

Baden Regio ergreift Rechtsmittel und erhebt Einsprache gegen die beantragte Änderung des Betriebsreglements des Flughafens Zürich. (Archivbild)

Baden Regio ergreift Rechtsmittel und erhebt Einsprache gegen die beantragte Änderung des Betriebsreglements des Flughafens Zürich. (Archivbild)

Die Gemeinden der Region Baden-Wettingen wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Abflugregime beim Flughafen Zürich. Der Planungsverband sieht den Ostaargau als «Lärm-Opfer des Flughafens».

Die beantragte Änderung des Betriebsreglements des Flughafens Zürich sehe nun definitiv für Starts von 6 bis 22 Uhr prioritär die Piste 28 vor, teilte der Verband Regio Baden am Mittwoch mit. Die Starts ab dieser Piste führten via Furttal direkt nach Westen über das Limmattal, den Rohrdorferberg und über das Reusstal.

Es handle sich um ein Gebiet, das bereits heute dicht besiedelt sei und über hohes Entwicklungspotenzial verfüge. Speziell die Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Jahr 2022 bis Killwangen werde das Wachstum zusätzlich fördern und immer mehr Leute betroffen machen.

Weniger Nachtruhe befürchtet

Auch nach 22 Uhr solle es möglich sein, dass Flugzeuge nach Westen starteten. Rechne man den allabendlichen Verspätungsabbau mit ein, schrumpfe die Ruhe vor Fluglärm "auf ungesunde sechs bis sechseinhalb Stunden pro Nacht", bemängelt der Verband.

Eine weitere Problematik stelle die neue Lärmberechnung dar. Der Fluglärm in der Nacht werde weniger hoch berechnet als bisher. Das bedeute, dass nachts noch mehr Flieger legal dröhnen dürften. Das sei "für die Bevölkerung ein Affront".

"Die Bedenken und Interessen der Bevölkerung im Ostaargau werden offenbar beim Flughafen Zürich sowie den zuständigen Bundesstellen in keiner Weise ernst genommen", wird Verbandspräsident Roland Kuster in der Medienmitteilung zitiert.

Baden Regio ergreift nun Rechtsmittel und erhebt Einsprache gegen die beantragte Änderung des Betriebsreglements des Flughafens Zürich. Eine Doppelbelastung des Ostaargaus durch Flugbewegungen frühmorgens und spätabends werden strikte abgelehnt, ebenso eine Ausdehnung der Flugbewegungen in der Nacht. Diese seien weitestmöglich am Tag abzuwickeln, fordert der Verband.

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