Würenlos
Ärztezentrum zieht in den Landi-Neubau beim Bahnhof ein – mit einem grösseren Angebot

Bis 2023 soll in Würenlos ein Ärztezentrum errichtet werden. Wer dort alles praktizieren wird, ist bisher teilweise klar.

David Rutschmann
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So wird die neue Landi aussehen. Dort, wo sich die Parkplätze befinden, steht heute die Agrola-Tankstelle, rechts der Bahnhof.

So wird die neue Landi aussehen. Dort, wo sich die Parkplätze befinden, steht heute die Agrola-Tankstelle, rechts der Bahnhof.

Visualisierung: zvg

Die medizinische Grundversorgung in Würenlos wird derzeit noch von einem Team von vier Ärztinnen und Ärzten gewährleistet, die gemeinsam ein Ärztehaus an der Juchstrasse betreiben.

Damit diese Grundversorgung in Anbetracht der mittelfristigen Pensionierung der beiden Ärzte Hans Jürg Huber und Hari Zvizdic aufrechterhalten werden kann, wurde im Dezember die «Ärztezentrum Würenlos AG» gegründet. Wie nun bekannt wurde, plant diese, bis 2023 ein Ärztezentrum in Würenlos zu errichten. Dieses Zentrum soll einerseits die Sicherung des hausärztlichen Angebots im Ort ermöglichen und andererseits den Standort attraktiver für junge Ärzte machen.

Denn das geplante Ärztezentrum soll auch eine stetige Erweiterung des Angebots ermöglichen − in einer Medienmitteilung ist von Gynäkologie, Geburtshilfe und Kindermedizin die Rede. Bereits ab Herbst dieses Jahres soll der in Würenlos wohnhafte und derzeit in Bülach praktizierende Hausarzt Sebastian Nordbeck in die Praxis eintreten.

Gemeinsam mit Huber und dem künftigen klinischen Leiter Zvizdic wird er den Umzug der Praxis ins Ärztezentrum vorbereiten und alle Patienten am neuen Standort weiterbehandeln. Ob die beiden im Ärztehaus tätigen Gynäkologinnen Franziska Tschopp und Priska Rich 2023 auch im Ärztezentrum arbeiten werden, ist zurzeit noch nicht definitiv festgelegt.

Als Standort wurde der Landi-Neubau ausgewählt. Die Landi soll ab Frühjahr anstelle der bisherigen Filiale direkt am Bahnhof Würenlos gebaut werden. 2023 soll das Ärztezentrum einziehen. Zwischenzeitlich hatten die Verantwortlichen überlegt, die Hausarzt-Praxen im Alterszentrum unterzubringen. Aufgrund von «Platz- und Konformitätsbedürfnissen» habe man sich aber für den Standort am Bahnhof entschieden.

Interessant ist auch die lokalprominente Zusammensetzung des Verwaltungsrats. Dieser besteht aus Vizeammann und Unternehmer Nico Kunz (FDP), dessen Vater Beat, Bruder Timo sowie der ehemalige Kinderklinik-Chefarzt des Kantonsspitals Baden Markus Wopmann und dessen Sohn, BDP-Gemeinderat Lukas Wopmann.

Letzterer leitet neu das Impfzentrum in Windisch. «Als Würenloser ist es für mich eine Herzensangelegenheit», wird Markus Wopmann in der Medienmitteilung zitiert. Ob dieser selbst im Ärztezentrum praktizieren wird, ist derzeit ebenfalls noch offen.