Beim Löwenbrunnen in Baden werden die Besucher des Adventsmarkts mit Glühwein begrüsst. Er wird in hübschen Gläsern mit dem Logo des Adventsmarkts serviert, die auch als Erinnerungsstück gekauft werden können. Läuft man wenige Meter weiter auf den altstädtischen Kirchplatz, hängt da ein lächelnder Engel.

Er schaut auf bunte, glitzernde Kerzen, die direkt ins Auge stechen. Für diesen auffallenden Effekt hat die Stiftung Quellenhof aus Winterthur eine ganz besondere Technik: «Mit hohen Temperaturen erhitzen wir das Stearin in den Kerzen. Dieses kristallisiert dann und so glänzt das Wachs auf einzigartige Weise», so David Eichholzer. Er ist seit 5.45 Uhr am Stand und verkauft fleissig die bunten Lichter.

An diesem Adventsmarkt trifft man auf Porzellankugeln und Gartendekorationen. Eine Besucherin hat sich einen Teufel mit Engelsflügeln aus Ton gekauft. «Ich wohne gleich nebenan und komme deshalb jedes Jahr an den Markt», erzählt sie. Dass sie mit dem Kauf der Figur auch noch die Stiftung MBF aus dem Fricktal unterstützt, ist für sie eine zusätzliche Freude. Schon letztes Jahr habe sie an jenem Stand drei schöne Gestalten gefunden — der neu erstandene Tonteufel sei allerdings ein Weihnachtsgeschenk.

Auch Karten, Schmuck, Glas- und Strickkreationen werden angeboten. Überall sind liebevoll hergestellte Produkte zu entdecken. Ein Rahmenprogramm wird ebenfalls geboten: Die Besucher werden durch Konzerte in der Stadtkirche und durch Theaterstücke in der Sebastianskapelle unterhalten.

Der Stand der Stiftung Karolinenheim aus Rumendingen im Emmental fasziniert junge Gäste. Bunte Spielwaren aus Holz ziehen die Kinder magnetisch an. Ein kleines Mädchen ist von der Kugelbahn in Form eines Holzbaums fasziniert.

Spezieller Adventsmarkt

Insgesamt sind rund 100 festlich dekorierte Stände aufgestellt, an denen über 60 Sozialinstitutionen aus der ganzen Schweiz ihre Produkte anbieten. Diese Institutionen bieten Arbeitsplätze für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Diese stellen die Verkaufswaren mit viel Freude und Herz her.

Den Markt gibt es seit 1991. Seit 2006 hat die Stiftung Arwo, ebenfalls Arbeitsplatz für Personen mit einer Beeinträchtigung, die organisatorische Verantwortung. Zwei junge Kundinnen des Standes der Klotener Stiftung Pigna meinen dazu: «Der Markt ist nicht nur gut, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen, sondern auch um die Arbeit der Behindertenorganisationen besser kennenzulernen.»

Die Menschen mit Beeinträchtigung, die teilweise bei den Ständen anzutreffen sind, freuen sich sehr über das Interesse der Besucher und strahlen denn auch über das ganze Gesicht.