Ennetbaden

200 Jahre-Jubiläum: Zum Abschluss gibt es noch einmal ein richtig grosses Spektakel

Mit dem geschichtsträchtigen Lichterspektakel von Pascal Arnold endet nächste Woche das Jubiläumsjahr «200 Jahre Ennetbaden».

Das Jubiläumsjahr «200 Jahre Ennetbaden» neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Es war bisher gespickt mit zahlreichen Höhepunkten. Angefangen beim rauschenden Neujahrsapéro in der Brasserie Schwanen über die Ausstellung «Der Rebberg von Baden» im Historischen Museum, die ersten beiden Folgen der Theatertrilogie «Ännet!», die Landsgemeinde auf dem Postplatz im Juni bis zum vorläufigen Höhepunkt, dem viertägigen Dorffest Anfang September. Wie es sich für ein richtiges Fest gehört, will auch ein Jubiläumsjahr würdig abgeschlossen werden.

Und dies geschieht in Ennetbaden in einer Woche einerseits mit dem Lichterspektakel, andererseits mit dem erstmals stattfindenden Weihnachtsmarkt auf der Badstrasse und der Aufführung des dritten Teils der Theatertrilogie auf dem Postplatz. Für das Lichterspektakel zeichnet kein geringerer als Pascal Arnold aus Vogelsang verantwortlich.

«200 Jahre Ennetbaden»: Eindrücke vom Fest am Freitag

«200 Jahre Ennetbaden»: Eindrücke vom Fest am 6. September 2019.

Der 39-jährige Künstler mag vielen kein Begriff sein, seine Kunst hingegen schon. Denn er war es, der an der Badenfahrt 2017 den Badener Stadtturm während zehn Tagen mit seiner Lichtkunst namens «Ouroborus» bespielte – für viele Festbesucher auch heute noch eines der ganz grossen Highlights der letzten Badenfahrt. Nicht ganz so viel Publikum erfreute sich ein Jahr später an der Projektion «Wärmelinger» im Rahmen des Bagno Popolare im Bäderquartier.

Knapp fünf Monate Arbeit stecken im Lichterspektakel

Der gebürtige Remiger ist gelernter Hochbauzeichner und studierte neue Medienkunst in Zürich. «Ich war schon immer fasziniert von der Kombination von Kunst und Technik», sagt Arnold. Durch Freunde und seine Affinität für elektronische Musik habe er damals erste Aufträge für visuelle Projekte erhalten, die er an Elektropartys abspielte unter anderem auch im ehemaligen «Merkker», im Theater am Brennpunkt, in der alten Kleiderfabrik oder im «Ventil» in Baden.

«Voll auf die Schiene Partys zu setzen, war mir dann aber zu anstrengend», so Arnold. Um seinen Lebensunterhalt nebst seinen Aufträgen als «Visual-Jockey» bestreiten zu können, habe er immer wieder als freischaffender Grafiker und Gestalter und auf dem erlernten Beruf als Hochbauzeichner gearbeitet.

2017 habe er sich in Belgrad eine halbjährige Auszeit genommen, wobei es «Auszeit» nicht wirklich trifft. «In dieser Zeit ist mein Projekt für die Badenfahrt entstanden.» Diese habe ihm dank der grossen Beachtung viele Türen geöffnet.

Das Lichterspektakel in Ennetbaden knüpfe zwar an «Ouroborus» an, gleichzeitig werde es aber ziemlich anders daherkommen. «Mein Ziel war es ziemlich bald, etwas zu zeigen, das die Geschichte Ennetbadens aufarbeitet», erklärt Arnold.

Dabei habe er sich nicht nur auf die letzten 200 Jahre seit der Abspaltung von Baden beschränkt. «Das Lichterspektakel beginnt bei den Römern und behandelt auf der Reise bis in die Gegenwart Themen wie die Gründung der Eidgenossenschaft, Hexenverbrennung, die Brandschatzungen oder die Reblaus.»
Gezeigt wird das Lichterspektakel auf dem Postplatz, und zwar immer zur vollen Stunde.

«Die Bilder werden an die Fassaden der alten Post und des Restaurants Sonne projiziert. Das ganze Spektakel dauert rund 13 Minuten und gliedert sich thematisch in neun Themenbereiche», verrät Arnold. Im Vergleich zur Badenfahrt seien die Darstellungen eher ruhig, «wobei sie mit Fortdauer des Spektakels immer lebendiger werden.»

Knapp fünf Monate habe er in das Projekt investieren können («und wurde hierfür auch anständig honoriert von der Gemeinde Ennetbaden»). Ganz fertig sei es noch nicht, «ich bin auf dem letzten Drücker», sagt Pascal Arnold mit einem Lachen. Und ja, auch nervös sei er, ob dann auch wirklich alles klappe bei der grossen Premiere am 20. Dezember, an welcher der Künstler selbstredend anwesend sein wird.

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