Mägenwil
1400 Tonnen Schnee auf dem Denner-Dach sorgen für langen Grosseinsatz der Feuerwehr

Die Feuerwehr Regio Mellingen hatte am Wochenende einen speziellen Grosseinsatz im Verteilzentrum Mägenwil.

Andreas Fretz
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Seit 25 Jahren steht Roger Kohler in Diensten der Feuerwehr, aber einen Einsatz wie am vergangenen Samstag hat der Kommandant der Feuerwehr Regio Mellingen noch nie erlebt. Am Freitagnachmittag erhielt er einen Anruf des Abwarts der Denner-Verteilzentrale in Mägenwil. Dieser berichtete ihm von der problematischen Dachlast durch den enormen Schneefall der letzten Stunden. Die Schneemassen auf dem Dach türmten sich auf 32 bis 40 Zentimeter. «Aber die Statik ist wohl nur für 25 Zentimeter ausgelegt», sagt Kohler.

Die Folge war ein Grosseinsatz der Feuerwehr. 1400 Tonnen Schnee wurden vom Dach geräumt. Am Samstagmorgen um 8 Uhr begannen die Arbeiten, erst um Mitternacht kehrten die Mitglieder der Feuerwehr zurück in ihr Magazin. «Wir entschieden uns, durchzuarbeiten. Sonst hätten wir am Sonntagmorgen nochmals ausrücken müssen», sagt Roger Kohler.

60 Personen der Feuerwehr im Einsatz

Laut seinen Berechnungen wurden 4000 Kubikmeter Schnee von Dach entfernt. «Das dürften um die 1400 Tonnen sein.» Zum Vergleich: Ein vierachsiger Kipplaster fasst knapp 20 Tonnen. Insgesamt waren 60 Personen der Feuerwehr Regio Mellingen im Einsatz. Dazu kamen zwei Kranführer einer externen Firma.

650 bis 700 Mannstunden waren nötig, um das Denner-­Dach in Mägenwil von den Schneemassen zu befreien. Mit Schaufeln und Schneefräse wurde die weissen Pracht entfernt. Der Schnee wurde auf Blachen geladen, die mit den Kranen nach unten geführt wurden. Dort entsorgte ein Bagger den Schnee in eine Grube, die bereits ausgehoben war.

«Wir waren sehr froh, dass der Schnee professionell und sicher entfernt wurde, und danken der Feuerwehr Mellingen für den grossartigen Einsatz», sagt Thomas Kaderli, Mediensprecher von Denner.

Das Verteilzentrum wurde evakuiert

Das Verteilzentrum wurde aus Sicherheitsgründen kurzzeitig evakuiert. «Der Betrieb konnte daraufhin planmässig wieder aufgenommen werden. Es ergaben sich keine Einschränkungen in der Belieferung der Filialen», sagt Kaderli. Die Kosten für den Einsatz trägt Denner. «Eine Investition, die sich gelohnt haben dürfte», sagt Kohler.

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