Nominiert

«And the Oscar goes to ...»: Räumen zwei Aargauer in Hollywood ab?

«Ich kann es immer noch nicht glauben»: Das sagen die Macher des Kurzfilms «Parvaneh» zur Nominierung.

«Ich kann es immer noch nicht glauben»: Das sagen die Macher des Kurzfilms «Parvaneh» zur Nominierung.

Die beiden Aargauer Jung-Filmemacher Talkhon Hamzavi und Stefan Eichenberger sind mit ihrem Kurzfilm «Parvaneh» für die kommenden Oscars nominiert worden. Ihr Kurzfilm erzählt die Geschichte von Parvaneh, einer Migrantin aus Afghanistan.

Vor drei Jahren mussten die Aargauer Talkhon Hamzavi und Stefan Eichenberger für ihr Studium ein Kurzfilm drehen. Dieser ist so gut gelungen, dass sie damit für die Oscars am 22. Februar nomiert wurden. In der Kategorie «Short film/Live action» wollen sie die Auszeichnung abräumen.

«Das ist eine wahnsinnig tolle Sache und ich kann es noch immer nicht richtig glauben. Es braucht wohl noch ein bisschen Zeit aber wir beide und auch die ganze Crew freuen uns extrem», sagt die Regisseurin Talkhon Hamzavi gegenüber «TeleM1»

Der Film erzählt die Geschichte von Parvaneh, einer Migrantin aus Afghanistan. Sie lebt in einem Durchgangszentrum in den Schweizer Bergen. Um Ihrem kranken Vater Geld zu schicken, geht sie nach Zürich. Dort trifft Parvaneh auf ein Punkmädchen mit der sie sich anfreundet.

Der Trailer zum Kurzfilm Parvaneh

Der Trailer zum Kurzfilm «Parvaneh».

2012 war der Film die Diplomarbeit der beiden Filmemacher an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK). Sie hätten nie gedacht, dass sie es mit einem Studentenfilm bis nach Hollywood schaffen. Doch zurüchklehnen können sich die Jungtalente noch nicht. «Wenn man jetzt nominiert ist, muss auch etwas machen damit man wirklich eine Chance hat zu gewinnen. Wir wollen jetzt auch wirklich das goldige Männchen mit nach Hause bringen», erzählt der Produzent Stefan Eichenberger gegenüber «TeleM1».

Für das brauche es aber Hilfe vor Ort. Ein sogenannter Publicist werde angeheuert, der hilft die Werbetrommel anzukurbeln.

Die 35-jährige Hamzavi hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Die Ironie von dem ganzen ist, dass Studentenfilme nicht für den Schweizer Filmpreis zugelassen sind. Umso mehr freut sich die Aargauerin, dass ihr Werk für den weltweit bekanntesten Filmpreis nominiert ist. «Ich hoffe, dass mir die Nominierung verschiedene Türen in der Filmbranche öffnen wird, weil ich unbedingt auf diesem Gebiet als Regisseurin weiterarbeiten will und mir so vieles erleichtert werden könnte», hält Hamzavi fest. (tr)

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