Der Stellenabbau erfolge mehrheitlich über natürliche Fluktuationen und sei zu einem Grossteil bereits realisiert worden, teilte das Kantonsspital Aarau (KSA) am Mittwoch mit. Trotzdem sei es nicht ausgeschlossen, dass es zu vereinzelten Entlassungen kommen könne.

Man werde 2015 schwarze Zahlen schreiben, wird KSA-CEO Robert Rhiner in der Mitteilung zitiert. Der aktuelle Ertragsüberschuss reicht aber noch nicht aus, um die erforderlichen Investitionen, wie beispielsweise den dringend benötigten Spitalumbau, nachhaltig zu finanzieren.

Kritik für Stellenabbau

Die betroffenen Personalverbände kritisieren in einer Mitteilung den Stellenabbau. Der Regierungsrat wolle offenbar das Spital kaputtsparen. Gesundheitsleistungen sollen im Aargau weggestrichen und die Patienten in umliegende Kantone verschoben werden. Die Personalverbände verlangen einen Sozialplan.

Das Kantonsspital Aarau wies in der Jahresrechnung 2014 einen Verlust von 30,8 Millionen Franken aus. Als Gründe für das Minus wurden die angespannte Tarifsituation und die notwendigen Rückstellungen aufgrund neuer Risikoeinschätzung, ein tieferer Schweregrad der Behandlungen sowie die hohen Investitions- und Personalkosten angegeben.