Serie Eigenheime
Neue Eigentumswohnungen sind rar: Schrittweise werden deshalb Häuschenquartiere verdichtet

Noch steht an der Feldstrasse 12 in Unterentfelden ein Einfamilienhaus. Demnächst wird es aber einer neuen Wohnüberbauung weichen. Aus eins wird fünf.

Daniel Vizentini
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Helle Räume mit wandhohen Fenstern: Die sonnige Wohnlage in Unterentfelden soll auch genutzt werden.

Helle Räume mit wandhohen Fenstern: Die sonnige Wohnlage in Unterentfelden soll auch genutzt werden.

Hartmann Keller Architekten/zvg

Unter dem Namen Feldgarten entstehen grosse Wohnungen mit 112 bis 180 Quadratmetern, drei mit 4,5 Zimmern, eine mit 3,5 Zimmern und eine Attikawohnung. Die Einheiten im Erdgeschoss erhalten einen gedeckten Platz mit Garten, die anderen im Obergeschoss Terrassen.

Nach Südwesten ausgerichtet soll die Überbauung das Privileg von Unterentfelden als Ort mit viel Sonnenschein und Weitsicht über das Tal nutzen. Als die Grossfusion zum Zukunftsraum noch im Raum stand, sprach Gemeindeammann Heinz Lüscher gar von «der schönsten Wohnlage» der neuen Hauptstadt, andere auch vom «Südhang von Aarau».

Aktuell das einzige geplante neue Mehrfamilienhaus

Zur Fusion kam es bekanntlich nicht, Unterentfelden gilt aber tatsächlich als ein sehr begehrter Flecken in der Region: Eigentumswohnungen sind auf dem Markt eindeutig Mangelware, die Mehrfamilienhaus-Überbauung Feldgarten aktuell die einzige, die in den gängigen Immobilienportalen zu finden ist. Anders etwa als Oberentfelden, das noch ein paar Landreserven mehr hat. Noch bevor das alte Haus an der Feldstrasse abgerissen wurde – das Gesuch dafür lag bis vor wenigen Wochen noch auf – ist laut Bauherr bereits eine Wohnung verkauft und eine weitere reserviert.

Die drei noch verfügbaren Wohnungen kosten zwischen 795000 und 965000 Franken. Der Baustart soll im Herbst dieses Jahres erfolgen. Bezugsbereit wären die Wohnungen dann laut heutigen Schätzungen ab Frühling 2023. Als Bauherr zeichnet die Firma Hartmann-Keller aus Windisch für das geplante Bauvorhaben in Unterentfelden verantwortlich, aktuell deren einziges ausserhalb der Region Brugg–Baden.

Quartier wird von kleinen Häusern geprägt bleiben

Erwartet werden könne laut Baubeschrieb ein moderner, hochwertiger Ausbau mit wandhoher Verglasung und grossen Schiebefenstern. Auch dank der offenen Küche entsteht das Gefühl von Weite und viel Licht. «Grosszügig geschnitten», versprechen die zuständigen Makler von Stefan Stöckli Immobilien ein «Wohnen wie im Einfamilienhaus». Das Quartier jedenfalls wird in voraussehbarer Zeit sicher eines bleiben, in dem die Einfamilienhäuser überwiegen: eine ruhige Gegend mit vielen Familien und viel Grün.

«Die durchgehende Tempo-30-Zone vermindert den Verkehr deutlich und schafft Ruhe und Sicherheit für alle», fügt Pascal Kastl vom Architekturbüro Hartmann-Keller hinzu. Dies trotz der Nähe zu den wichtigsten Interessenspunkten der Gemeinde – und natürlich zu Aarau. Die Tramhaltestelle Post, der Denner oder das Gemeindehaus liegen nur rund 200 Meter entfernt, das Schwimmbad 500Meter. Weitere Sportplätze, Einkaufsmöglichkeiten oder der Wald sind auch in Gehdistanz erreichbar. Auch der bei Familien sehr beliebte Wildpark Roggenhausen ist weniger als eine halbe Stunde Feld- und Waldspaziergang entfernt.