Einwohnerrat
Taxreglement der städtischen Pflegeheime wird revidiert

Keine hohen Wellen warf im Einwohnerrat die Totalrevision des Taxreglements für die Pflegeheime Herosé und Golatti.

Hermann Rauber
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In der städtischen Altersheimen steigen die Taxen.

In der städtischen Altersheimen steigen die Taxen.

Pascal Meier

Die Einführung einer Vorauszahlung in der Höhe von 5000 Franken war mit dem Hinweis auf die Praxis in anderen Institutionen unbestritten. Es handle sich hier im Grunde um eine allgemein üblich «Mietzinskaution». Verschont von dieser Neuerung sind die bisherigen Pensionäre.

Auch der Anpassung der Stundenansätze bei Sonderleistungen von 40 auf 75 Franken erwuchs keine Opposition, sie entspreche, so der Stadtrat in seiner Botschaft, «den branchenüblichen Gepflogenheiten». Beat Krättli (SVP) bezeichnete diese Erhöhung zwar als «happig», doch «Arbeit hat halt ihren Preis». Er monierte, dass im Moment «keine Strategie für die städtische Alterspolitik oder gar eine Vision für den Pflegesektor» erkennbar seien. Dem widersprach Stadträtin Angelica Cavegn Leitner, finden doch just solche zukunftsweisenden Gespräche statt und zwar auf Bezirksebene.

Einstimmig gutgeheissen hat der Rat einen Antrag der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission, der verlangt, dass «Änderungen der Tarife und Taxen den Bewohnerinnen und Bewohnern mindestens 40 Tage vor deren Gültigkeit mitzuteilen sind.»

Für Christoph Waldmeier (EVP/EW) war klar, dass die älteren Mitmenschen in den städtischen Heimen «ein zeitgemässes und gerechtes Reglement verdienen». Und das sei hier durchaus der Fall. Der Rat schloss sich dieser Meinung an und gab dem neuen Taxreglement einstimmig seinen Segen.

Margrit Stüssi (FDP) forderte, die neuen Ansätze «rasch umzusetzen» und bemängelte, dass Anliegen des Forums der Älteren Region Aarau (Forära) nicht thematisiert worden sind. Allerdings richtete sich diese Kritik nicht primär gegen die zur Debatte stehenden Taxbestimmungen, sondern gegen das stadträtliche Heimreglement. (HR)