Aarau

Neu befindet sich das Rotkreuz-Tageszentrum im Telliquartier

Das Tageszentrum des Roten Kreuzes ist Anfang September an den Guyerweg 2 im Telliquartier gezogen.

Das Tageszentrum des Roten Kreuzes ist Anfang September an den Guyerweg 2 im Telliquartier gezogen.

Am Samstag öffnet das neue Zentrum seine Türen. Man will vor allem IV-Patienten ansprechen. Auch für Angehörige lohnt sich ein Blick.

Das Tageszentrum des Roten Kreuzes Kanton Aargau bietet in Aarau Tagesstrukturen für Menschen mit körperlichen, psychischen und kognitiven Einschränkungen. Fast 30 Jahre lang war die Institution neben dem Careum an der Mühlemattstrasse zu Hause. Nun hat das Tageszentrum eine neue Heimat gefunden: im Aarauer Telliquartier.

Möglich machte den Umzug die Stiftung Humanitas der Neuapostolische Kirche (NAK). Im neu gebauten Mehrfamilienhaus am Guyerweg 2 vermietet die NAK-Stiftung ihre Räumlichkeiten. Für die Zimmer im Parterre hat die NAK das Rotkreuz-Tageszentrum angefragt.

Regula Kiechle, Geschäftsführerin des Roten Kreuzes Aargau, spricht von einem «Glücksfall». Man sei schon länger auf der Suche nach einem neuen Standort gewesen. Am Guyerweg finde man beste Bedingungen vor.

«Es ist hell, modern und wir haben einen Gartensitzplatz, den wir im Sommer gut nutzen können», freut sich auch Franziska Arn. Die Tageszentrum-Leiterin will ihren Gästen einen Ort bieten, an dem sie sich wohlfühlen können. 20 Personen können gleichzeitig im Tageszentrum betreut werden, 14 Plätze sind für IV-Gäste, 6 für AHV-Gäste reserviert.

«Wir haben eine sehr heterogene Gruppe», sagt Franziska Arn. Jeder könne vom anderen stark profitieren. «Es ist ein schönes Miteinander.»

Die Personen mit Beeinträchtigung sind zwar auf Betreuung angewiesen, erklärt Arn. Im ersten Stock am Guyerweg findet etwa auch Physiotherapie statt. Sie wolle ihre Gäste aber auch fördern und fordern – «ohne sie zu überfordern», sagt Arn.

In der Werkstatt können die Betreuten Gegenstände aus Holz, Metall oder Wolle fertigen. Regelmässig gibt es Gesellschaftsspiele wie Eile mit Weile, Jassen oder Rumikub. «Zweimal pro Woche gehen wir zudem mit allen einkaufen und kochen gemeinsam», erzählt Arn.

Einen Einblick in ihre Arbeit wollen Arn und ihr Team nächsten Samstag geben. Dann werden sie die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit vorstellen. Mit dem Tag der offenen Tür wolle man vor allem IV-Patienten ansprechen, sagt Arn. «Sie sollen sehen, dass es ihnen im Tageszentrum möglich ist, ihren Tag sinnstiftend zu gestalten.»

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