Es wird nichts mit einer Belohnung für Francesco Brighina: Der Buchser Tat- und Leichenfundortreiniger erhält keinen Finderlohn für sein aufrichtiges Verhalten. Er hatte bei einer Wohnungsräumung in Aarau 29'500 Franken gefunden und das Geld abgegeben. Dass er nun nicht entschädigt wird, ist für ihn ein Dämpfer: "Ich bin ein wenig enttäuscht. Aber so ist das Gesetz", sagt er zum "Blick".  Er hätte das Geld laut eigener Aussage einem Kinderheim gespendet.

Brighina erhielt den negativen Bescheid von der Anwältin Marianne Sonder, die das Erbe verwaltet. Sie sagt, ein Finderlohn sei kein Thema, weil es nicht um eine verlorene Sache gehe. Ausserdem erklärt sie: "Herr Brighina hatte unter anderem einen Räumungsauftrag. Dieser beinhaltete ausdrücklich auch das Aufspüren von Dokumenten und Wertgegenständen."

Der Reinigungs-Fachmann ist in diesem Punkt anderer Meinung: Zu seinem Auftrag gehöre auch die Entsorgung. "Deshalb hätte ich nach dem Todesfall in Aarau einen LKW bestellen und die Ware nach Hause nehmen können, ohne jemandem etwas davon zu sagen. Dann hätte alles mir gehört", sagt Brighina.

Francesco Brighina: "Geld ist für mich nichts wert":

Tatortreiniger Francesco Brighina: "Geld ist für mich nichts wert."

Tele-M1-Beitrag vom 22. Februar 2019

(mwa)