Aarau
«Musig i de Altstadt» – Bühne am Holzmarkt bleibt

Aarau «Musig i de Altstadt» kommt wieder – mit ein paar wesentlichen Änderungen.

Katja Schlegel
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2016 zog die Bühne auf dem Holzmarkt – wie beim Konzert von Trauffer – so viel Publikum an, dass es für Bus und Autos ziemlich eng wurde.az-Archiv/Katja Schlegel

2016 zog die Bühne auf dem Holzmarkt – wie beim Konzert von Trauffer – so viel Publikum an, dass es für Bus und Autos ziemlich eng wurde.az-Archiv/Katja Schlegel

Katja Schlegel

Letztes Jahr rieben sich die Veranstalter des Open-Air-Events «Musig i de Altstadt», kurz MidA, die Augen. Rund 12 000 Menschen drängten sich vor den Bühnen, absoluter Publikumsrekord. Es kamen so viele Zuschauer, dass zwischenzeitlich nicht nur in den Gassen, sondern auch für den Verkehr im Graben kaum ein Durchkommen mehr war: Erstmals hatten die Organisatoren auf dem Holzmarkt eine Bühne aufgebaut, was so viele Zuschauer anzog, dass der Graben für den Normalverkehr eine Stunde lang komplett gesperrt werden musste. Alles ging glatt, die Stadtpolizei hatte rasch und unbürokratisch geholfen.

Dieses Jahr aber soll es gar nicht so weit kommen: «Wir planen, den Graben an beiden Abenden für den Verkehr zu sperren», sagt Christian Senn, der letztes Jahr gemeinsam mit Thomas Garcia und Céleste Urech die Organisation des Anlasses von Domenico Finocchiaro übernommen hat. «Und auch der Bus wird ab Beginn des ersten Konzerts umgeleitet», so Senn weiter. Der Bühne auf dem Holzmarkt steht also dieses Jahr nichts im Weg.

Es bleibt nicht allein bei dieser Änderung: «Neu dürfen wir auch die Markthalle eine Stunde länger bespielen», sagt Senn. Feierabend ist da also nicht bereits um Mitternacht, sondern erst um ein Uhr. Neu dazu kommt ausserdem eine kleine Street-Food-Meile zwischen dem Färberplatz und «Zwischen den Toren». «Die Verpflegung war der einzige Punkt, den die Besucher im letzten Jahr kritisiert haben», sagt Senn. «Die Beizen in der Altstadt waren so heillos überfüllt, dass viele Besucher keinen Platz zum Essen fanden.» Angeboten werden sollen aber nicht einfach nur Bratwurst und Fackelspiess, sondern etwas anspruchsvollere Menüs. «Wir wollen aus ‹Musig i de Altstadt› keinen zweiten Maienzugvorabend machen», sagt Senn. Definiert ist das kulinarische Angebot aber noch nicht, aktuell laufe das Bewerbungsverfahren.

Konzerte bleiben gratis

Eine kleine, feine Änderung führt das neue OK-Trio auch bei den Buttons ein, die für einen Fünfliber verkauft werden. Nebst den Sponsorenbeiträgen eine wichtige Einnahmequelle für den Anlass, sagt Senn, denn sämtliche Konzerte während «Musig i de Altstadt» sind gratis. «Wir wollen den Button-Verkauf forcieren, trotzdem soll der Kauf freiwillig bleiben.» Von einer Kontrolle, wie man sie beispielsweise von Fasnachtsumzügen kennt, hält Senn nichts. «Wir wollen keinen am Wickel packen, nur weil er keinen Pin auf der Brust hat.»

Bislang waren die Buttons in den Wochen vor dem Anlass im Tourismusbüro aarau info und in den Restaurants und Beizen erhältlich, am Anlass selber waren zusätzlich Zweierteams in den Gassen unterwegs, rund 1000 Stück wurden so letztes Jahr verkauft. Daran will das OK festhalten. Neu soll aber auch ein Gönner-Button für 20 Franken angeboten werden. Ohne Zusatznutzen für den Käufer, sagt Senn. «Sondern als Zeichen der Wertschätzung für den Anlass.»

Helfer gesucht – ein Zustupf für die Klassenkasse

Der kostenlose Open-Air-Event «Musig i de Altstadt» findet am 25. und 26. August zum 13. Mal statt. Aktuell sucht das Organisationskomitee Helfer für den Button-Verkauf – und zwar en gros: «Wir sind auf der Suche nach einer Schulklasse, einer Pfadi oder einem Sportverein, der den Pin-Verkauf am Anlass übernehmen würde», sagt OK-Mitglied Christian Senn. Weitere Infos zum Anlass sowie Kontaktdaten gibt es auf www.mida-aarau.ch

Und wie steht es mit der Grösse des Anlasses? Haben die Organisatoren nach dem Publikumsrekord vom letzten Jahr Blut geleckt? Christian Senn lacht. «Nein, wir wollen ‹Musig i de Altstadt› nicht noch grösser machen. Aber wir wollen an der Qualität der Musik und an den Rahmenbedingungen feilen.»

Apropos Musik: Hier herrscht bei den Organisatoren noch eisernes Schweigen, noch laufen von den Managements verhängte Sperrfristen. «Aber ich kann versprechen: Das Programm wird grossartig. Wir planen, wieder über 40 Bands engagieren zu können, von national und international bekannten Acts auf der Hauptbühne, über regionale Nachwuchsbands bis zur Vertonung von Stummfilmen,», sagt Senn. Die Katze aus dem Sack lassen will das MidA-Team Ende Mai.

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