Küttigen/Erlinsbach/Lostorf
Zweite «Geister-GV» der Clientis Bank war innert weniger Minuten vorbei

Statt «Bankmöhli» gibt’s für Aktionäre der Clientis Bank Aareland Restaurantgutscheine.

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André Gräni, unabhängiger Stimmrechtsvertreter, Daniel Heller, VR-Präsident,Hansjörg Gloor, Vorsitzender der Geschäftsleitung (v.l.)

André Gräni, unabhängiger Stimmrechtsvertreter, Daniel Heller, VR-Präsident,Hansjörg Gloor, Vorsitzender der Geschäftsleitung (v.l.)

Zvg / Aargauer Zeitung

Die Clientis Bank Aareland AG (CBA) führte coronabedingt auch dieses Jahr ihre GV virtuell als «Geister-GV» durch, also ohne Präsenz ihrer Aktionäre. Die Aktionäre konnten ihre Rechte durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter, den Aarauer Notar André Gräni, ausüben. Physisch nahmen an der wenige Minuten dauernden GV – unter Wahrung der Schutzregeln – lediglich Verwaltungsratspräsident Daniel Heller, der Vorsitzende der Geschäftsleitung Hansjörg Gloor, der unabhängige Stimmrechtsvertreter André Gräni und als Protokollführer Renato Lüscher, Mitglied der Geschäftsleitung, teil, der restliche Verwaltungsrat und der Vertreter der ­Revisionsgesellschaft wurden ­zugeschaltet. Bei einer hohen Stimmbeteiligung (56 Prozent) wurden alle Traktanden angenommen. Als Ersatz für das ausgefallene «Bankmöhli» erhalten die Aktionäre einen Essensgutschein für ein Restaurant in der Region.

«2020 herrschte Wachstum in ­allen Bereichen und die Bank konnte mehr oder weniger an das starke Vorjahresergebnis anknüpfen», teilt die Bank mit. Die Ausleihungen stiegen um 4,4 Prozent auf 633 Mio. Franken. Bei den Kundengeldern verzeichnet die Bank ein «sehr starkes Wachstum» von 53 Mio. Franken, was 9,9 Prozent entspricht. Der Bruttogewinn verharrt auf hohem Niveau: Er schliesst mit 3,86 Mio. Franken. Der Ver- waltungsrat dürfe «von einem sehr guten Ergebnis sprechen», so Präsident Heller. Heute Montag wird den Aktionären die beschlossene Dividende von 26 Prozent gutgeschrieben.

«Als substanzstarke Regionalbank blickt die Bank weiter positiv in die Zukunft und unsere Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2021 sind verhalten optimistisch», so Bankleiter Gloor. Die Tiefzinsphase werde sich im Jahr 2021 fortsetzen. Grosse Fälligkeiten bei den Festhypotheken führen laut Mitteilung zu einer weiteren Margenerosion und somit zu rückläufigen Zinserträgen. «Positiv stimmen uns die neu gewonnene Kompetenz im Anlagebereich sowie mit unserem neuen Beratungszentrum Aareland. Dort versprechen wir uns bereits im 2021 erste Zusatzerträge, insbesondere aber ab 2022. Für 2021 rechnen wir mit einem Ergebnis im Rahmen des vorliegenden Geschäftsabschlusses 2020», so die Prognose des Bankchefs. Man sei «trotz schleppender Impfkampagne» zuversichtlich, dass die nächste Generalversammlung wieder mit «Bankmöhli» und Unterhaltungsteil durchgeführt werden kann: am 25. März 2022, 19 Uhr, Schulzentrum Bläuen, Erlinsbach. (az)